Selbstverständlich schießt Geld im Fußball Tore. Da sich immer mehr Kapital im Laufe der vergangenen Jahrzehnte bei immer weniger Klubs konzentrierte, verwässerte dies den Wettbewerb. Gerade viele nationale Ligen litten, da sich eine zunehmend geringere Anzahl finanziell betuchter Vereine die Meisterschaften ausmachten. In manchen Ländern wurde gar der Konkurrenzkampf ausgehebelt. Liebe Grüße nach Deutschland, wo der FC Bayern nach einem Jahr Unterbrechung unlängst seinen zwölften Meistertitel in 13 Jahren einfuhr. Auch Österreich ist ein derartiger Dominator keineswegs fremd. Zehnmal in Serie löste Salzburg subventioniert aus Red-Bull-Millionen von 2014 bis 2023 das Meister-Abo. Dies hatte nicht nur Frust bei zuvor erfolgsverwöhnter Konkurrenz zur Folge – die Titellosigkeit von „Rekordmeister“ Rapid (seit 2008) könnte bald volljährig werden –, sondern auch Langeweile jene Frage betreffend, deren Beantwortung die meisten Emotionen mit sich bringen sollte.