Nach dem 2:2 gegen Austria Wien dominierte bei Dieter Elsneg das lachende Auge. Zwar gab der GAK zwei Führungen aus der Hand, aber auf diese Leistung lässt sich aufbauen, wie der Sportdirektor unterstreicht: „Natürlich haben wir noch einiges zu tun, aber wir sind sehr positiv.“ Negatives Gerede gab es nach dem Cup-Aus in Dornbirn ohnehin genügend. Umso wichtiger war es, nun wieder an die zuvor entstandene Aufbruchstimmung anzuknüpfen.
Zumindest gelang eine erste Bestätigung, dass die sommerliche Personalpolitik den Erwartungen gerecht werden könnte. Trainer Ferdinand Feldhofer war voll des Lobes über die drei Neuzugänge in der Startelf (Ludwig Vraa, Tobias Koch und Ramiz Harakaté). „Intern waren wir ganz klar überzeugt, dass uns die Jungs mit ihrer Qualität weiterhelfen werden. Dass sie schon im ersten Spiel ihren Beitrag leisten konnten, ist umso erfreulicher. Aber es war eben erst das erste Spiel“, sagt Elsneg.
Die Arbeitsmoral von Ramiz Harakaté
Harakaté stellte sich dem roten Publikum mit je einem Tor und Assist eindrucksvoll vor. Feldhofer betonte, dass der Franzose noch keineswegs am Ende seiner Entwicklung angelangt sei. Es braucht kaum Fantasie, um zu erahnen, dass beim 23-Jährigen noch mehr Potenzial vorhanden ist. Elsneg gefällt neben der physischen und fußballerischen Qualität vor allem Harakatés Arbeitsmoral: „Den unbedingten Willen zu haben, immer Gas zu geben und alles rauszuhauen, ist im modernen Fußball enorm wichtig.“
Mit Donovan Pines wurde der erste von zwei geplanten Neuzugängen in der Innenverteidigung an Land gezogen, im Laufe der Woche soll ein weiterer Legionär kommen. „Donovan ist ein physisch starker, großer und schneller Innenverteidiger, genau dieses Profil haben wir gesucht“, erläutert Elsneg. Ob der US-Amerikaner bereits in Salzburg debütieren wird, ist unklar, weil die Arbeitserlaubnis aussteht und Pines auch erst seit kurzer Zeit im Mannschaftstraining steht.
Fest steht, dass der GAK als Außenseiter in die Mozartstadt reist, aber die nächste Überraschung anpeilt. Elsneg: „Wir wollen auch in Salzburg ein unangenehmer Gegner sein, jeden Zweikampf annehmen, als Team kompakt agieren und versuchen, so wie gegen die Austria in Umschaltsituationen zu überraschen.“