Im Tramway-Museum in Graz hat der GAK zur Auftakt-Pressekonferenz geladen. Der Schauplatz ließ sehr schnell böse Zungen ätzen, dass der GAK auf dem Abstellgleis steht. Daniel Maderner, neuer Kapitän der Rotjacken hatte sofort eine schlagkräftige Antwort parat: „Bei uns ist alles auf Schiene.“ Man wird im Laufe der Saison sehen, wie gut die Kader bei den Männern und bei den Frauen zusammengestellt worden sind. Bei den Frauen könnte noch ein Transfer getätigt werden. „Dann hätten wir 22 Spielerinnen, das wäre perfekt“, sagt Jasmin Pistotnik. Die Kärntnerin sprach offen und ehrlich über das Saisonziel. „Wir wollen Platz drei holen“, sagt Pistotnik und erklärt, dass man das erste Jahr in der zweiten Liga gebraucht habe, um sich einzufinden.
Die Männermannschaft hat im ersten Jahr in der höchsten Spielklasse bis zum Finish gebraucht, um in der Liga zu bleiben. Sportdirektor Didi Elsneg sprach von einem Lernprozess, den man in der abgelaufenen Spielzeit durchgemacht habe. Daraus habe man Schlüsse gezogen und Änderungen vorgenommen. Man habe sozusagen die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Die neu verpflichteten Spieler sind jünger, dynamischer und sollten bei entsprechender Entwicklung auch einen Verkaufswert haben. Die Ziele bleiben bescheiden. „Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Und wenn wir positiv überraschen können, auch gut“, sagt Trainer Ferdinand Feldhofer. Zwei bis drei Spieler sollen im Laufe der Transferperiode noch verpflichtet werden. Priorität hat dabei die Innenverteidigung. In der Offensive und im Mittelfeld sind die Roten gut aufgestellt. Und mit Tobias Koch hat man aktuell nur einen Verletzten.
Wichtig für die Zukunft des Klubs ist auch die Adaptierung aller anderen Ebenen neben der sportlichen Abteilung. Auch hier werden die Grazer immer professioneller. Die Fans halten dem GAK jedenfalls die Treue. 4541 Abos waren bis Dienstagmittag abgesetzt.