Es bleibt dabei. Ferdinand Feldhofer verliert kein Debütspiel. Das war in Lafnitz (Sieg) so, beim WAC (Sieg), bei Rapid (Remis), Dinamo Tiflis (Sieg) und bei Cercle Brügge (Sieg). Jetzt hat er auch sein erstes Spiel als GAK-Trainer nicht verloren. Mit der Nullnummer gegen WSG Tirol in der ersten Runde der Qualifikationsgruppe können beide Klubs zufrieden sein. Grundsätzlich sind es auch beide Trainer, wenn da nicht der unbedingte Siegeswille in beiden Coaches schlummert, die ihren professionellen Werdegang bei Lafnitz begonnen haben.
Es ist kein Sieg geworden, weil der Rasen tief und glitschig war. Es herrschte keine Verletzungsgefahr, deshalb hat Schiedsrichter Josef Spurny die Partie in der Merkur-Arena auch angepfiffen. Die GAK-Anhänger hatten Botschaften in Form von Plakaten mit, „Gemeinsam durchs Saisonfinale“ stand auf einem. Die Zusammengehörigkeit hatte Feldhofer schon an seinem ersten Arbeitstag als Motto ausgerufen. Und die Arbeit in dieser Woche hatte Früchte getragen. Es ist nicht so, dass zuvor kein Zusammenhalt war. Im gestrigen Spiel hatte man aber das Gefühl, dass man enger zusammengerückt ist. Benjamin Rosenberger, Lukas Graf und Marco Gantschnig standen gar nicht im Kader, dafür war Martin Kreuzriegler wieder in der Startformation, sowie der wieder fitte Petar Filipovic sowie Christian Lichtenberger und Marco Perchtold.
Zur Pause umgestellt
Der GAK startete gut in die Partie, war gut zehn Minuten die bessere Mannschaft, verlor mit Fortdauer immer mehr Spielanteile. Beide Mannschaften spielten bemüht, aber auch irgendwie schaumgebremst. Keiner wollte in Rückstand geraten. „Es war ein typisches Spiel für die Qualifikationsgruppe, davon wurde mir erzählt, jetzt habe ich es auch erlebt“, sagte Tirol-Trainer Philipp Semlic. Die Strafraumszenen sind in der ersten Hälfte ausgeblieben.
Das änderte sich in den zweiten 45 Minuten. Auch deshalb, weil der GAK adaptierte, Laszlo Kleinheisler und Sadik Fofana kamen für Lichtenberger und Perchtold. Die vorsichtige Begegnung entwickelte sich zu einem rassigen Spiel mit vielen Chancen. Den Beginn machte Kreuzriegler mit einem Kopfball an die Latte (56.). Auf der Gegenseite traf Lukas Hinterseer (70.), der Treffer wurde wegen Abseits aberkannt. In der 73. Minute streckte sich Florian Wiegele bei einem Schuss von Tobias Anselm. Und Johannes Naschberger (86.) traf die Stange. Der GAK hatte zuvor durch Tio Cipot (81.) und Thomas Schiestl (82.) noch Einschussmöglichkeiten.
Es blieb beim 0:0, weil keine der beiden Mannschaften im ersten Spiel der Qualifikationsrunde alles riskieren wollte, zu wichtig ist ein Punkt in dieser Phase der Meisterschaft. Der GAK ist in der nächsten Runde beim LASK zu Gast, ohne Daniel Maderner und Schiestl. Maderner sah seine fünfte Gelbe Karte, Schiestl Rot, weil er sich angeblich in den Schritt gegriffen hatte. Ob sich da der sonst gute Schiedsrichter nicht verschaut hat? Die Videobilder werden es zeigen, der Strafsenat entscheiden.