Ein Treffer mag GAK-Toptorjäger Daniel Maderner beim 0:0 gegen den LASK am Bundesliga-Sonntag zwar nicht gelungen sein, der 29-Jährige bot aber dennoch eine auffällige Leistung. Als „erster Verteidiger“, wie Trainer Rene Poms sagte, arbeitete der Stürmer unermüdlich nach hinten. Maderner führte die Rotjacken bei der Nullnummer zum ersten Mal als Kapitän auf das Feld und fast hatte man den Eindruck, als hätte ihm die Schleife am Arm nochmals einen Extra-Boost gegeben, als rackere er noch ein Stück mehr, als er es bisher ohnehin schon wöchentlich getan hatte, seit er das erste Mal das GAK-Dress übergestreift hat.

„Es ist natürlich eine große Ehre, bei so einem Verein die Schleife tragen zu dürfen“, sagte der Angreifer nach der Partie. In Abwesenheit des Einser-Kapitäns Marco Perchtold, dem über die gesamte Spielzeit nur der Platz auf der Bank blieb, löste Maderner den bisherigen Ersatz-Kapitän Milos Jovicic als Nummer zwei in der Hierarchie ab. „Der Trainer hat das entschieden und ich bin dankbar, dass ich das Amt einnehmen darf“, sagte der Spieler der Zweitliga-Saison 2023/24. „Wir haben in der Truppe viele gute Führungsspieler, wer dann die Schleife oben hat, ist egal, aber es tut auf jeden Fall gut.“

„Kopfschmerzen“ bei Rene Poms

Bislang zehn Mal Perchtold, sieben Mal Jovicic, zwei Mal Lukas Graf, ein Mal Marco Gantschnig und jetzt eben Maderner führten die Athletiker in dieser Saison als Kapitän auf die Fußballfelder dieses Landes. Während Perchtold und Gantschnig gegen den LASK nur der Platz auf der Bank blieb, stand Graf nach seinem Startelfeinsatz in Altach gar nicht erst im Kader. Ein „Opfer“ der Kaderumstrukturierung im Winter quasi. „Wir wollten Spieler holen, die uns besser machen, haben den Kader bewusst verkleinert. Es gibt nichts Schöneres, als wenn du Kopfschmerzen hast, weil du so viele gute Spieler in der Mannschaft hast und weißt, dass jeder spielen könnte“, sagte Chefcoach Poms, der Grafs „sehr gute Leistung“ in Altach betonte. „Das ist auf der einen Seite das Negative, wenn du so viele gute Spieler hast und alle in Form sind. Aber das ist mir zehn Mal lieber, als wenn ich Angst haben muss, ob ich elf Spieler zusammenbringe, die spieltauglich sind.“

Dem pflichtete auch Maderner bei, der in den Schlussminuten mit Zeteny Jano und Laszlo Kleinheisler zwei Zehner hinter sich hatte, die erst in den vergangenen Wochen zum Verein gestoßen sind. „Wir haben einen brutalen Konkurrenzkampf in der Mannschaft, jeder Spieler im Kader ist einer für die erste Elf.“ Was essenziell ist: „Die Spieler, die nicht zum Einsatz kommen, stehen voll dahinter und freuen sich mit der Mannschaft“, sagte Poms. „Das ist es, was uns auszeichnet und uns als ganzes Team einfach besser werden lässt.“