Hinter Austria Klagenfurt-Youngster Jannik Robatsch liegt ein turbulenter Winter. Nach starken Auftritten im Herbst machten es dem 20-Jährigen riskante Verletzungen zu schaffen. Muskelfaserrisse und ein Ödem in der Hüfte galt es über die Pause erfolgreich zu therapieren. Den Gerüchten über einen Wechsel nach Deutschland wurde somit wenig Aufmerksamkeit geschenkt. „Ich wollte einfach nur fit werden und mich auf den Fußball konzentrieren. Ich habe mich dadurch nicht ablenken lassen. Bei den Verletzungen hatte ich Glück, das hätte langwierig werden können. Jetzt bin ich topfit, deswegen bin ich ganz zufrieden“, erzählt Robatsch.

Im Training steht das Abwehrtalent oft direkt an der Seite von Routinier Martin Hinteregger. „Es ist immer gut, so einen erfahrenen Spieler auf derselben Position zu haben, auf der man selbst spielt. Er hat Europa League- sowie jahrelange Erfahrung in der deutschen Bundesliga und kennt natürlich fast jede Situation und wie man darauf reagieren muss. Ich bin immer im Austausch mit ihm und probiere, so viel abzuschauen wie möglich“, sagt der gebürtige Veldener. Robatsch selbst wird mit seinem Weg in die Kampfmannschaft jedoch auch schon als Vorbild für die jüngere Generation gesehen. Die jungen Eigenbauspieler Matteo Kitz, Dino Delic, Adem Mustafic und Tristan Schoppitsch feierten in dieser Saison bereits allesamt ihr Debüt in der Kampfmannschaft. „Wie man sieht, es kann sehr schnell gehen, dass es Verletzte gibt. Da braucht man dann die jungen Kräfte aus der Akademie, es kann so schnell gehen, dass man am Platz steht und liefern muss. Sie trainieren auch oft mit. Ich glaube, dass da viel kommen kann von unten“, sagt Robatsch und fügt an: „Ich verstehe mich gut mit ihnen, bin aber jetzt auch noch nicht so erfahren. Für Tipps gehen sie dann eher zu den älteren Spielern.“

GAK ist der Tabellennachbar

Heute (17 Uhr) ist mit dem GAK ein Tabellennachbar (ein Platz hinter der Austria auf Rang elf, Anm.) im Wörtherseestadion zu Gast. Erwartet wird ein Spiel mit Derby-Charakter. Die Tabellensituation wird der Begegnung wohl zusätzliche Würze verleihen. Robatsch: „Bis zur Winterpause war es eine sehr schwierige Saison. Jetzt haben wir uns zum Glück gefangen, vor allem defensiv. Das muss auch heute wieder das wichtigste Ziel sein. So wenig Tore zuzulassen wie es geht und nach vorne müssen wir uns noch verbessern.“ Daran wurde im gestrigen Training mit Aufbauspielvarianten gefeilt. Auf Deutsch: „Hinten nichts bekommen, vorne spielerische Klasse zeigen und Tore machen“, beschreibt Robatsch den Fahrplan für das heutige Heimspiel und weiß: „Beide Vereine sind in der Tabelle weiter unten angesiedelt. Es gilt jetzt für uns und für sie, noch bis zur Punkteteilung Punkte zu sammeln.

Im Kärntner Fußball groß geworden

Wenn neben dem Profi-Alltag dann noch etwas Zeit ist, wird man den Abwehrspieler im Frühjahr wieder öfters auf dem Sportplatz in Velden treffen. „Ich spielte vor rund zwei Jahren ja selbst noch in der Kärntner Liga. Natürlich verfolge ich so gut es geht auch die Spiele meiner Freunde beim Atus Velden, ich gehe nur zehn Minuten zu Fuß zum Fußballplatz. Bei ihnen lief es zuletzt ja gut, vielleicht gelingt ihnen ja der Aufstieg in die Regionalliga“, sagt Robatsch