Der deutsche Zweitligist St. Pauli wird am Sonntag beim Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg mit einem Sondertrikot auf das Feld einlaufen. Über dem Vereinswappen wird ein Stern zu sehen sein – genauer gesagt das Gendersternchen. "Wo bei anderen Klubs der Meisterstern prangt, strahlt bei uns das Sternchen des Nordens", wird Präsident Oke Göttlich auf der Klubhomepage zitiert. "Bereits seit zwei Jahren ist unsere Satzung gegendert, im Sprach- und Schriftverkehr nutzen wir den Genderstern regelmäßig. Für uns ist das mittlerweile Alltag. Man erkennt aber an einigen Meinungsäußerungen in der Genderdiskussion deutlich, wie nötig das Ganze nach wie vor ist."

Das Sternchen war in dieser Saison bereits auf den Dauerkarten sowie auf vielen anderen Kommunikationsflächen zu sehen. Der Klub aus Hamburg nimmt seit Jahren eine Vorreiterrolle beim Bestreben nach Diversität in der Gesellschaft ein. Tragen dürfen die Pauli-Profis das Trikot nur dank einer neuen Richtlinie der Deutschen Fußball Liga, die den Einsatz eines zusätzlichen Trikots in einer Saison ermöglicht, wenn es mit Diversität oder Nachhaltigkeit in Verbindung steht.

"Der Genderstern ist eine Abwandlung der Sterne im Vereinswappen, mit einem grafischen Kniff wirkt es aber auch wie ein Fußball und verdeutlicht so sinnbildlich die Kombination aus sozialpolitischem Statement und Fußballverein", sagt Marketingleiter Christian Prüß.