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Super-League-PläneAlan Shearer: "Premier League sollte mit Granate reagieren"

Stürmische Zeiten stehen dem europäischen Klubfußball bevor. Die Pläne zur "European Super League" sorgen für Vorfreude und Kritik. Ralph Hasenhüttl sieht etwa einen "Krieg der großen Klubs". Es gibt auch bereits einen Modus, Finanzierungspläne und heftige Reaktionen aus ganz Europa.

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Heftige Kritik der UEFA © AFP
 

Montagfrüh erschütterte ein gewaltiges Beben den europäischen Spitzenfußball. Zwölf Vereine verkündeten die schnellstmögliche Gründung einer "European Super League" und machen sich somit unabhängig von FIFA und UEFA. Der europäische Verband reagierte bereits darauf und ließ in einer Aussendung wissen, dass "die betreffenden Klubs aus jeglichen anderen Wettbewerben auf nationaler, europäischer oder globaler Ebene ausgeschlossen werden, und ihren Spielern könnte die Möglichkeit verwehrt werden, ihre jeweiligen Nationalmannschaften zu vertreten."

Neben der geplanten Reformierung der Champions League könnten die fixen Pläne zur Superliga den Klubfußball in Europa weiter massiv ändern. Vor allem kleinere Vereine hätten mit noch größeren Nachteilen zu kämpfen. In der Super League würden sie gar nicht berücksichtigt, die neuen Pläne der Königsklasse sehen ebenfalls fixe Startplätze für bestimmte Klubs vor.

Statement der Gründervereine

Zwölf der führenden europäischen Fußballvereine haben sich heute zusammengeschlossen, um die Gründung eines neuen Wettbewerbs unter der Woche, der Super League, bekannt zu geben. Diese wird von den Gründungsvereinen geleitet.AC Mailand, FC Arsenal, Atletico Madrid, FC Chelsea, FC Barcelona, Inter Mailand, Juventus Turin, FC Liverpool, Manchester City, Manchester United, Real Madrid und Tottenham Hotspur sind als Gründungsvereine beigetreten. Es wird erwartet, dass drei weitere Vereine noch vor der ersten Saison, die so bald wie möglich beginnen soll, beitreten werden.

Die Gründungsvereine freuen sich darauf, Gespräche mit der UEFA und der FIFA zu führen, um partnerschaftlich zusammenzuarbeiten und das Beste für die neue Liga und den Fußball als Ganzes zu erreichen. Die Gründung der Super League kommt zu einer Zeit, in der die globale Pandemie die Instabilität des bestehenden europäischen Fußball-Wirtschaftsmodells beschleunigt hat. Darüber hinaus haben die Gründervereine seit einigen Jahren das Ziel, die Qualität und Intensität der bestehenden europäischen Wettbewerbe in jeder Saison zu verbessern und ein Format zu schaffen, in dem sich Spitzenvereine und Spieler regelmäßig messen können.

Die Pandemie hat gezeigt, dass eine strategische Vision und ein nachhaltiger kommerzieller Ansatz erforderlich sind, um den Wert und die Unterstützung zum Nutzen der gesamten europäischen Fußball-Pyramide zu erhöhen. In den letzten Monaten hat ein umfassender Dialog mit den Interessenvertretern des Fußballs über das zukünftige Format der europäischen Wettbewerbe stattgefunden. Die Gründungsvereine sind der Meinung, dass die im Anschluss an diese Gespräche vorgeschlagenen Lösungen grundlegende Probleme nicht lösen, einschließlich der Notwendigkeit, qualitativ hochwertigere Spiele und zusätzliche finanzielle Mittel für die gesamte Fußball-Pyramide bereitzustellen.

Modus der European Super League

Auf Dauer sind 20 Klubs in der Superliga vorgesehen. Die 15 Gründervereine starten demnach fix, fünf weitere Mannschaften können sich jährlich über den Qualifikationsmechanismus mit den Leistungen der Vorsaison qualifizieren. Gespielt wird unter der Woche, um den "traditionellen nationalen Spielkalender zu erhalten, der weiterhin das Herzstück des Klubfußballs darstellt", heißt es in der Aussendung.

Gestartet wird im August mit zwei Zehnergruppen. In jeder Gruppe gibt es eine Hin- und Rückrunde, nach der sich die besten drei Teams jeder Gruppe für das Viertelfinale qualifizieren. Die viert- und fünftplatzierten Mannschaften spielen ein Play-off um die restlichen Plätze. Es folgt ein K.o-System mit zwei Spielen, das Finale Ende Mai wird an einem neutralen Spielort ausgetragen. So schnell als möglich soll auch eine eigene Frauenliga nach diesem Vorbild geschaffen werden.

Finanziell sollen die "Solidaritätszahlungen" an die teilnehmen Klubs weitaus höher sein als im aktuellen europäischen Wettbewerb. Sie dürften sich laut Aussendung auf bis zu "zehn Milliarden Euro" belaufen.

Reaktionen und Kritik

Florentino Perez (Präsident von Real Madrid und Vorsitzender der Super League): "Wir werden dem Fußball auf allen Ebenen helfen und ihm seinen rechtmäßigen Platz in der Welt verschaffen. Fußball ist die einzige globale Sportart der Welt mit mehr als vier Milliarden Fans und unsere Verantwortung als große Klubs ist es, auf ihre Wünsche einzugehen."

Andrea Agnelli (Präsident Juventus Turin und Vizepräsident der Super League): "Unsere zwölf Gründervereine repräsentieren Milliarden von Fans auf der ganzen Welt und 99 europäische Trophäen. Wir haben uns in diesem kritischen Moment zusammengetan, um den europäischen Wettbewerb umzugestalten, das Spiel, das wir lieben, auf eine nachhaltige Basis für die langfristige Zukunft zu stellen, die Solidarität deutlich zu erhöhen und den Fans und Amateurspielern einen regelmäßigen Strom von Schlagzeilen zu bieten, der ihre Leidenschaft für das Spiel nährt und ihnen gleichzeitig ansprechende Vorbilder bietet."

Joe Glazer (Co-Vorsitzender Manchester United und Vize-Vorsitzender der Super League): "Indem die weltbesten Klubs und Spieler zusammengebracht werden, um während der Saison gegeneinander zu spielen, wird die Super League ein neues Kapitel für den europäischen Fußball aufschlagen, indem sie einen Weltklasse-Wettbewerb und -Einrichtungen sowie eine größere finanzielle Unterstützung für die breitere Fußballpyramide gewährleistet."

Gary Neville (ehemaliger Kapitän von Manchester United): "Fans eines Vereins in England und in ganz Europa können derzeit davon träumen, dass ihre Mannschaft gegen die Besten spielt. Wir glauben, dass das Konzept einer europäischen Super League diesen Traum zerstören würde. Es ist eine Schande, ich bin absolut angewidert."

Fan-Netzwerk Football Supporters Europe (FSE): "Dieser geschlossene Wettbewerb wird der letzte Nagel im Sarg des europäischen Fußballs sein und alles zerstören, was ihn so beliebt und erfolgreich gemacht hat (…). Diese Pläne sind von Grund auf illegitim, unverantwortlich und gegen jeglichen Wettbewerb. Mehr noch, sie werden ausschließlich aus Gier vorangetrieben."

Boris Johnson (Englischer Premierminister): "Pläne für eine europäische Super League wären sehr schädlich für den Fußball, und wir unterstützen die Fußballbehörden dabei, Maßnahmen zu ergreifen. Sie würden das Herz des heimischen Fußballs treffen und die Fans im ganzen Land beunruhigen. Die beteiligten Vereine müssen sich vor ihren Fans und der gesamten Fußballgemeinschaft verantworten, bevor sie weitere Schritte unternehmen."

Ralph Hasenhüttl (Trainer Southampton): "Es ist eine große Bedrohung, die ich aufziehen sehe, ein Krieg, wenn Sie so wollen, der großen Klubs."

Alan Shearer (Erster der ewigen Premier-League-Torschützenliste): "Diese zwölf Vereine haben mit dieser Ankündigung eine riesige Granate auf den Sport geworfen, und die Premier League sollte mit einer eigenen Granate reagieren und sagen: 'OK, ihr werdet von der nächsten Saison an aus der Premier League verbannt.' So sollten sie damit umgehen."

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Windstille
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Und wer ist dabei?

Mit Ausnahme der englischen Klubs sind es Vereine aus Spanien und Italien - also jenen Ländern, in denen es anscheinend egal ist, wie hoch die Schulden der Klubs sind. Werden diese Klubs aus den jeweiligen Meisterschaften ausgeschlossen - und das müssten sie eigentlich, weil ihre Länder UEFA-Mitglieder sind - ist der Spuk bald vorbei.
- Wen interessiert auf Dauer eine Meisterschaft mit immer den gleichen Klubs?
- Welche Fans können es sich leisten, alle zwei Wochen zu einem Auswärtsspiel zu fliegen?
- Werden nicht alle Spieler damit einverstanden sein, nicht mehr in ihren Nationalteams spielen zu dürfen
- Kann ich mir nicht vorstellen, dass eine solche Liga mehr und bessere Sponsoren als die Champions-League bekommt. Vor allem deshalb, weil nur drei Länder beteiligt sind, während die CL ganz Europa fasziniert.

wjs13
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Der Spuk fände ein schnelles Ende

wenn die Super League-Vereine aus den nationalen Meisterschaften ausgeschlossen werden würden. FIFA unf UEFA haben sicher die Möglichkeiten dazu.

Hapi67
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Alles machbar

Die selbstbewussten,jammernden und stetig wachsenden Konsumenten der PayTV Sender ermöglichen es.

Kenne genug die selbst kein Einkommen oder am 20. Keine Kohle mehr haben und diesen Wahnsinn unterstützen.

Also weiter so, die armen Spieler brauchen ohnehin jeden Cent und Brot und Spiele haben schon im alten Rom funktioniert.

Vielen Dank

joe1406
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Auf der anderen Seite

kann Pay-TV aber ohne Fußball nicht überleben. Der Super League könnte man sehr schnell das Licht ausblasen wenn Fußballfans in Scharen das Pay-TV Abo kündigen, dann bricht die ganze Abzockerpyramide in sich zusammen.

CBP9
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DIE Chance für die Austria Wien

⚽️💰😀

Wiener58
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Es geht nur ums Geld,

jedem muss klar sein dieses Projekt dient nur dazu noch mehr Profit zu generieren. Das ist ja auch nichts schlechtes jeder hat das Recht mit seinem Produkt den maximalen Gewinn zu erwirtschaften, in den diversen Profiligen in den USA wird das schon immer so gemacht, was mich stört ist die Heuchelei, die Floskel "wir tun es für den Sport" glaubt kein Mensch mehr.

SirCampos
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Braucht kein Mensch.

Die CL ist bereits langweilig genug.

hfg
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Eben deshalb

Kann eine Konzentration durchaus mehr Sinn machen.
ZB. WAC gegen Manchester ist vielleicht für Kärnten oder Österreich attraktiv aber den Rest von Europa relativ uninteressant. Weil der WAC selbst gegen die BMannschaft keine Chance hat

melahide
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Also

wenn die "Superklubs" eine "eigene Superliga" gründen wollen sollen sie das tun. Aber dann bitte mit "Neustart" für den Fussball. Dann sollen die nationalen Ligen mit Transferkosten und Gehaltsbeschänkung, Salary Cap, einen Anteil an "Home Grown" Spielern und einem europöischen Bewerb der "Landesmeister" im K.O. System wieder das herstellen, was bis 1994 funktioniert hat ... und die Superliga-Klubs sollen sich mit Geld gegenseitig erschlagen...

Zumindest wären in de nationalen Ligen dann die vorprogrammierten Meister weg und das Ungleichgewicht in den nationalen Ligen ... wenn man in Österreich zB eine Budgetobergrenze von 20 Millionen Euro einzöge, würde das dem Wettbewerb auch gut tun ...

Lodengrün
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Der Raubtierkapitalismus

hat auch hier Eingang gefunden. Rummenigge war einer der ersten, der diese Idee auf den Plan brachte. Also darf der FCB dazu gerechnet werden. Lassen wir noch PSG und Ajax rein und dann ist der Pool voll.

hfg
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Die Champions League

ist vor Ort schwer und über TV nur über zusätzliche Kosten und Abos zu konsumieren und das obwohl unglaubliche Werbeeinnahmen von der UEFA und den Teams lukriert werden.
Wenn man die Drohungen der UEFA liest kann man erkennen welches Machtmonopol aufgebaut wurde.
Anstatt Argumente und vernünftige Verhandlungen vorzubringen bzw. durchzuführen werden nur unglaubliche Drohungen ausgesprochen und schwere Geschütze aufgefahren. Immer mehr Vereine in die Champions Legue zu holen und noch mehr Spiele durchzuführen macht auch keinen Sinn. Die Spitzenklubs spielen dann gegen die anderen Champions Klubs mit der B Mannschaft um die Spieler nicht zu überlasten und das macht auch keinen Sinn. Wenn diese “Superliga“ das besser macht kann das durchaus erfolgreich sein. Wegen dem Bosmanurteil wurde auch nicht aufgehört Fußball zu spielen.

homerjsimpson
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Diese Klubs "wollen dem Fußball" helfen.... Hahahaha....

Diese Klubs wollen noch mehr Geld, um noch dominanter gegenüber allen anderen zu sein, auf Kosten aller anderen Klubs und der Fans, die dann noch mehr für Pay-per_View und Eintritte zahlen dürfen. Aber solange die Fans so dumm sind da mitzumachen, wird das natürlich funktionieren.

joe1406
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Es gibt manche

die den Kropf nicht voll bekommen können, kann aber auch sein, dass ihnen das Wasser bis zum Hals steht finanziell - zumindest zum Teil. Werden sich damit aber ins eigene Knie schießen. Jeder Fußballfan mit ein wenig moralischen Anstand wird diese neue Liga negieren, die Spieler landen in der Fußballisolation. Denkt man logisch drüber nach kann es wohl nur eine "Drohgebärde" sein um die UEFA unter Druck zu setzen.

VH7F
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Geld regiert die Welt

Das macht die CL aus, dass auch kleine Vereine überraschen können. Auch diese Liga wird langweilig werden. Ich kauf mir deswegen trotzdem kein Dazn, Amazon oder Sky, damit ich das sehe.

Wonderlend
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Geld regiert Die Welt

Wann hat Sie zuletzt ein kleiner Verein in der Championsleague überrascht?

martin19
1
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Geldgierige SÄCKE

Macht nur so weiter, DAMIT IST DER UNTERGANG des FUSSBALLS für diese Clubs vorprogrammiert. Was erhält die Spannung in diesem eh schon ELITÄREN CLUBFUSSBALL? Genau, wenn der sogenannte KLEINE, dem GROSSEN ein Bein stellen kann, das wollen sie mit dieser LIGA verhindern. Ich bin LEIDENSCHAFTLICHER FUSSBALLFAN, aber irgendwann reicht es, ihr GELDGIERIGEN SÄCKE!!!

georgXV
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"part of the game"

die "geldgierigen Säcke" der UEFA sind die wahren Großmeister des "part of the game" ...