AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Neuer Trainer?Arsene Wenger bezieht zu Bayern-Gerücht Stellung

Bayern besiegte in der Champions League Olympiakos Piräus 2:0. Gesprächsthema Nummer eins war jedoch die Trainersuche - und ein mögliches Engagement von Arsene Wenger.

Trainiert Arsene Wenger bald den FC Bayern?
Trainiert Arsene Wenger bald den FC Bayern? © GEPA pictures
 

Der FC Bayern hat Spiel eins nach der Trennung von Niko Kovac positiv über die Bühne gebracht. Große Unterhaltung bekamen die 70.000 Zuschauer in der Allianz Arena am Mittwoch beim zähen 2:0 der Münchner gegen Olympiakos Piräus jedoch nicht serviert. In der Fußball-Champions League wurde der Achtelfinal-Einzug eingefahren, die Presse beschäftigte aber vor allem die Suche nach dem neuen Chefcoach.

Arsene Wenger soll laut Berichten des "kicker" und der "Bild"-Zeitung ganz oben auf der Wunschliste stehen. Angeblich verhandeln die Bayern bereits mit dem 70-jährigen Franzosen, der seit der Trennung von seinem Langzeit-Arbeitgeber Arsenal 2018 eine Schaffenspause einlegt. Wenger wäre bereit für eine neue Aufgabe. "Natürlich, das Trainersein hat mein ganzes Leben bis jetzt ausgemacht", sagte er in seiner Rolle als TV-Experte des katarischen Senders "beIN Sports" am Dienstag.

Wenger will Gespräche mit dem FC Bayern über ein mögliches Engagement als Coach nicht ausschließen. "Ich würde mich niemals weigern, mit Bayern München zu sprechen", sagte der Franzose beim Sender beIN Sports, "denn ich kenne diese Leute, die den Verein führen, seit 30 Jahren. Ich wäre ja vor langer Zeit beinahe mal zu Bayern gegangen. Das ist momentan alles, was ich dazu sagen kann."

Kontakt mit den Münchnern bestätigte Wenger nicht. "Momentan hab ich noch überhaupt nicht mit ihnen gesprochen", sagte er. "Ich habe noch gar nicht entschieden, ob ich wieder auf den Fußballplatz gehe, oder nicht."

Viele Absagen

Wenger stünde zur Verfügung. In den vergangenen Tagen hatten Thomas Tuchel (Paris SG), Erik ten Hag (Ajax Amsterdam) und der bei Red Bull engagierte Ralf Rangnick ein sofortiges Engagement ausgeschlossen. Fix ist, dass Interimscoach Hansi Flick auch beim Liga-Hit gegen Borussia Dortmund am Samstagabend auf der Bank sitzen wird. Mit Wenger wollen sich die Bayern laut Medienberichten nach dem Spiel treffen. Sportdirektor Hasan Salihamidzic kommentierte Namen nicht. "Wir werden in Ruhe, ohne Druck, den Trainer aussuchen, der unserer Meinung nach der richtige ist", sagte er.

Flick war nach dem Auftritt gegen Olympiakos zufrieden. Es sei noch "Luft nach oben", sagte er Interimscoach. Robert Lewandowski machte einmal mehr den Unterschied aus. Der Pole brach in der 69. Minute den Torbann. Mit sechs Treffern im laufenden Bewerb liegt Lewandowski nur noch einen hinter dem in der Torschützenliste voran liegenden Salzburger Erling Haaland. Ivan Perisic (89.) sorgte kurz nach seiner Einwechslung für den Endstand. Der "kicker" schrieb von "biederen Bayern".

Eine Leistungssteigerung wird nötig sein, wenn im Topspiel gegen Dortmund Sieg Nummer zwei unter Flick folgen soll. "Das ist ein Spiel, auf das sich ganz Deutschland freut", sagte Flick: "Da wollen wir ein weiteres Zeichen setzen." Der vormalige Co-Trainer von Kovac probte gegen Olympiakos eine neue Abwehr, in der David Alaba neben Javi Martinez in der Innenverteidigung einlief. Ihr Hintermann Manuel Neuer war zufrieden: "Für unser Selbstbewusstsein in der Defensive ist das sehr wichtig." Die Griechen waren offensiv freilich harmlos.

Flick setzte auch sonst Zeichen. Am markantesten war die Maßnahme, die unter Kovac gesetzten Edeltechniker Philippe Coutinho und Thiago auf die Bank zu setzen. Das Duo stand nach den jüngsten Vorstellungen in der Kritik. Das Spiel der Bayern wirkte in Summe aber gehemmt. Es fehlte an Schwung und Kreativität. Die Beteiligten strichen dennoch das Positive hervor. "Das war nicht das Höchste der Gefühle, aber jeder hat gesehen, dass wir da waren", betonte Thomas Müller.

Auch Real und Juventus im Achtelfinale

Ebenfalls im Achtelfinale stehen nach den Mittwoch-Partien Paris Saint-Germain (1:0 gegen Brügge) und Juventus Turin (2:1 bei Lok Moskau). Real Madrid machte nach dem verhaltenen Start in die Champions League mit einem 6:0 gegen Galatasaray Boden gut und darf nun beruhigter auf die Tabelle blicken. Hinter PSG sind die Madrilenen als Zweiter klar auf Aufstiegskurs. Matchwinner für die Elf von Zinedine Zidane war ein 18-jähriger Brasilianer. Rodrygo schoss bei seinem Heimdebüt im Europacup drei Tore (4., 7., 92.).

"Das Bernabeu deinen Namen singen zu hören ist ein Traum, der wahr wird", sagte der Stürmer nach dem Spiel. Der im Jänner 2001 geborene Rodrygo ist nach dem ehemaligen Real-Star Raul nun der zweitjüngste Spieler, dem in der Champions League ein Triplepack in einem Spiel gelungen ist. Ein Unbekannter ist der Brasilianer jedoch nicht. Real überwies im Sommer für seine Dienste 45 Millionen Euro

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren