Was magische Europacupabende auslösen können, zeigte der SK Rapid im Derby vor allem zu Beginn. Die in der Liga aktuell strauchelnden Hütteldorfer, die unter der Woche gegen Djurgarden im Conference-League-Viertelfinale im Hinspiel auswärts auf 1:0 gestellt haben, begannen gegen die Veilchen nämlich wie von der Tarantel gestochen. Keine fünf Minuten waren gespielt, da drehte Kapitän Matthias Seidl jubelnd ab. Sein Austria-Pendant, Manfred Fischer hatte gegen Rapid-Startelfdebütant Andrija Raduljovic und Dion Beljo die Kugel verloren, letzterer schickte Seidl in die Tiefe und der hebelte Samuel Sahin-Radlinger geschickt aus. Lediglich sieben Minuten später schritt der violette Schlussmann aus kurzer Distanz zur Glanztat, entschärfte einen wuchtigen Beljo-Kopfball nach Raduljovic-Ecke.