Das Lächeln war breit und vor allem echt. Bei nicht vielen Eishockey-Profis strahlen die eignen Zähne in einem so satten Weiß wie bei Manuel Ganahl. Ein Stock, ein Schuss oder ein unglücklicher Zusammenprall – es gibt zig Möglichkeiten, warum sich bei vielen Spielern Lücken auftun. Nicht bei Ganahl. Und das, obwohl der Vorarlberger weder sich noch den Gegner schont. So hat er beim KAC im Gegensatz zu vielen anderen heuer noch keine einzige Partie in dieser Saison verpasst. Das ist nichts Neues: Seit seiner Rückkehr aus Finnland hat der 32-Jährige sage und schreibe nur ein einziges Liga-Spiel gefehlt.
Ähnliches gilt für Österreichs Nationalteam. Der Stürmer, der dort auch als Führungsspieler gilt, ist einer der verlässlichsten Kräfte von Teamchef Roger Bader. Die bisherigen Camps musste Ganahl allerdings auslassen. Jetzt freut er sich umso mehr, endlich die rot-weiß-roten Farben tragen zu dürfen.
"Für mich war es immer besser, beim Nationalteam zu spielen. Ich bleibe so im Rhythmus und meistens bin ich stärker zum KAC zurückgekommen", erklärt der Stürmer, der beim Turnier in Kopenhagen sein 123. Länderspiel absolvieren wird. Nur Goalie Bernhard Starkbaum (141) liegt in dieser Statistik noch vor ihm. Die Österreicher treffen am Freitag (10. Feburar, 19 Uhr) auf Norwegen. Und am Samstag auf Dänemark oder Frankreich.
Hinsichtlich Torausbeute kämpft Ganahl wie viele anderen KAC-Kollegen heuer mit seiner Konstanz. Zwischen seinen bisher erzielten fünf Treffern liegen Phasen ohne Ausbeute. Darauf will er sich allerdings nicht reduzieren lassen. "Ich habe auch andere Aufgaben auf dem Eis zu erfüllen. Natürlich wollen wir alle Tore schießen, aber in erster Linie zählt der Erfolg des Teams", meint der Vorarlberger und ergänzt: "Ja, es stimmt schon. Mit dem Tore schießen gehts heuer schwer von der Hand. Man will halt dann besonders gut spielen. Vielleicht wirds bei Roger besser. Der macht ja bekanntlich immer viele Schussübungen. Und die sind gut fürs Selbstvertrauen." Sagt's und verabschiedet sich wieder mit einem breiten Lächeln.