Österreichs Fraueneishockey will heuer in China wirklich Ernst machen. Erstmals in der Geschichte des heimischen Eishockeyverbandes soll eine Frauen-Auswahl in die A-Gruppe aufsteigen. Und bislang läuft bei der WM der Division I in Shenzhen wirklich alles nach Plan. Nur einen Tag nach dem 3:0 über Dänemark wurde mit Gastgeber und A-Gruppen-Absteiger China kurzer Prozess gemacht. Die Chinesinnen fanden über das ganze Spiel hinweg überhaupt keine Mittel gegen eine ÖEHV-Truppe, die an diesem Abend alles richtig machte.

Hinten ließen Keeperin Selma Luggin, Abwehrchefin Annika Fazokas und Co rein gar nichts anbrennen, vorne hätte sogar noch ein oder andere Tor mehr fallen müssen. Den hoch verdienten und längst überfälligen Anfang machte nach gut acht Minuten Kapitänin und PWHL-Legionärin Anna Meixner (Ottawa Charge). Seelenruhig umkurvte das rot-weiß-rote Aushängeschild das chinesische Tor und hämmerte die Scheibe zum 1:0 perfekt ins Kreuzeck. Kurz vor der Spielmitte lenkte Emma Lintner einen Schlenzer von Anja Trummer sehenswert über die Linie. Und mit dem 2:0 war die Partie eigentlich schon gegessen, die Heimischen bereits stehend K. o. In Überzahl erklang dann zum dritten und letzten Mal die Torhymne „Anton aus Tirol“ in China, Fazokas hämmerte den Puck per Onetimer ins lange Eck (48.).

Das nächste Doppel steht am Mittwoch und Donnerstag gegen die Slowakei und Niederlande an, den Abschluss bildet am Samstag das Duell mit Frankreich.