Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Verein legt Einspruch einSechs Punkte Abzug und Geldstrafe für den LASK

Die Bundesliga hat den LASK hart bestraft. Den Linzern werden sechs Punkte abgezogen und ihnen wird eine Geldstrafe verhängt.

Harte Strafe für den LASK
Harte Strafe für den LASK © (c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Manfred Binder)
 

Die Durchführung von verbotenen Mannschaftstrainings hat sich für den LASK nicht bezahlt gemacht. Der Senat 1 der Fußball-Bundesliga verurteilte die Linzer am Donnerstag in erster Instanz wegen Verstößen gegen den Fairplay-Gedanken zu einem Abzug von sechs Punkten und einer Geldstrafe von 75.000 Euro. Dadurch rutschte der LASK in der Meistergruppe von Platz eins auf Platz zwei, der Rückstand auf den neuen Spitzenreiter Red Bull Salzburg beträgt zehn Runden vor Schluss drei Zähler. Die Oberösterreicher kündigten umgehend Protest an. Als nächste Instanz urteilt das Protestkomitee, danach wäre noch der Gang vor das Ständige Neutrale Schiedsgericht denkbar.

Senat-1-Mitglied Johannes Wutzlhofer bezeichnete das Urteil als angemessen angesichts der Tatsache, dass der LASK entgegen der Vereinbarung der Bundesligisten zumindest vier Mannschafstrainings abgehalten habe - zu einem Zeitpunkt, als nur Kleingruppentrainings ohne Körperkontakt erlaubt waren. Diese Aktion sei als "massives Foul innerhalb der Fußball-Familie" empfunden worden. "Man muss schon sehen, dass es eine bestimmte Vorbildwirkung gibt, die die Fußballer in der Bevölkerung haben", meinte Wutzlhofer. Das Urteil soll dem LASK in der Langfassung noch in dieser Woche zugestellt werden, danach haben die Linzer 14 Tage Zeit, das Protestkomitee anzurufen. Dessen Entscheidung würde dann wohl ein bis zwei Wochen auf sich warten lassen, und damit wäre auch der Liga-interne Instanzenzug abgeschlossen.


Nach dem Protestkomitee-Urteil hätte der LASK noch eine vierwöchige Frist, um sich an das Ständige Neutrale Schiedsgericht zu wenden, das anstelle eines ordentlichen Gerichts wiederum in ein bis zwei Wochen entscheiden würde. Das endgültige Urteil dürfte laut Liga-Angaben noch zweieinhalb bis drei Monate auf sich warten lassen - daher könnten der Meister und auch die Europacupstarter erst weit nach Saisonende feststehen. LASK-Präsident und Bundesliga-Aufsichtsratsmitglied Siegmund Gruber wusste nach eigenen Angaben nichts von den verbotenen Mannschaftstrainings, die durch ein heimlich angefertigtes Video aufgedeckt wurden. Ob dem Oberösterreicher dennoch so wie dem eingeweihten Vize-Präsident Jürgen Werner sowie Trainer Valerien Ismael eine Sanktion droht, ist noch offen. Falls es eine Anzeige gebe, werde diesbezüglich ermittelt, sagte der Senat-1-Vorsitzende Manfred Luczensky. Laut Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer warte man in dieser Angelegenheit vorerst zu.

Über das genau Strafmaß hatte zunächst Verwirrung geherrscht. Noch bevor es Informationen seitens der Liga gab, berichtete der LASK von einem Abzug von zwölf Punkten vor der Punkteteilung und einer Geldstrafe von 75.000 Euro. Wenig später präzisierte die Liga: Das Sechs-Punkte-Minus würde auch für die Abschlusstabelle des Grunddurchgangs gelten, sollte die Meisterschaft nicht fertiggespielt werden. In diesem Fall wäre Red Bull Salzburg aufgrund der besseren Tordifferenz auf Platz eins. Außerdem gab Luczensky bekannt, dass die 75.000-Euro-Pönale entfällt, wenn der LASK 50.000 Euro an einen ÖFB-Hilfsfonds für heimische Vereine überweist.

Kommentare (18)

Kommentieren
georgXV
0
2
Lesenswert?

???

O.K., der LASK hatsich NICHT richtig verhalten.
Sehr, sehr Schade, daß die Meisterschaft von den (Sport)gerichten und NICHT auf dem grünen Rasen entschieden wird.

heinzleh.
5
2
Lesenswert?

Die gerechte Strafe für einen Provinzverein

Wäre das einem Wiener Verein passiert, hätte es einen strengen Verweis gegeben !!!

Eisapfel00
12
5
Lesenswert?

Zu gering

Die Strafe ist zu gering-Trainer sowie Mitwisser im Vorstand auf bestimmte Zeit Speeren.
Wir machen uns im Ausland schon wieder zur Lachnummer.
Hätten sie es nicht gemacht würden sie auch nicht bestraft werden-sie sind an allem selber Schuld....Fairplay......kein Salzburg Sturm Rapid Austria usw.

gberghofer
16
22
Lesenswert?

Das war glatter Betrug

So etwas kann man nicht durchgehen lassen. Ich finde es auch in dieser Höhe in Ordnung. Da muss ein Exempel statuiert werden. Ob allerdings bei Rapid die hohe Strafe verhängt worden wäre, will ich bezweifeln.

hbratschi
30
37
Lesenswert?

ich bin eigentlich...

...ein salzburg fan. aber angesichts dieses überzogenen urteiles wünsch ich dem lask den titel...

ErwinZebedin
43
18
Lesenswert?

LASK

Das Urteil ist eine Frechheit. Wo bleiben die Sanktionen für BP Van der Bellen(Sperstunde überzogen) und BK Kurz(Nichteinhaltung des Abstand halten im Kleinwalsertal) sowie die Coronaparty am Balkon eines ÖVP - Ministeriums? Das Urteil gegen den LASK ist meines Erachtens weit überzogen.

wkarne2
39
35
Lesenswert?

Unglaublich

Das diese Strafe verhängt wird ist eine Frechheit. Eine Geldstrafe wäre ausreichend.
Lasst die Mannschaften am Rasen die Meisterschaft entscheiden.

Geom38
13
27
Lesenswert?

Entscheidungen am grünen Tisch

die eine unter den gegebenen Voraussetzungen von der sportlichen Wertigkeit ohnehin schon höchst fragwürdige Meisterschaft maßgeblich beeinflussen, sind jetzt nur ein weiteres Puzzle die einem jegliche Lust nehmen, sich das noch anzusehen. Um Fußball geht's ohnehin nicht mehr, nur um finanzielle Schadensbegrenzung die man tatsächlich immer noch als Sport verkauft....

staubi07
10
38
Lesenswert?

Witz!

Dieses Urteil ist ein Witz!!!

Mrnrone
0
0
Lesenswert?

Witz

Zu hoch oder zu nieder?

HerbRen
25
51
Lesenswert?

Noch härtere Strafe

Es gehört noch härter bestraft, weil diejenigen die sich an die Regeln halten sind wie bei vielen Sportarten oder Dinge im Leben, die Dummen!

ErwinZebedin
35
11
Lesenswert?

LASK

Wo bleiben die Sanktionen gegen BP Van der Bellen und BK Kurz? Die Strafen für den LASK sind eine Frechheit und weit überzogen.

tomaut24
50
18
Lesenswert?

is ja gut den Dosenmillionären

auf dem grünen Tisch die Meisterschaft zu schenken

sollen eine Strafe zahlen ja - kein Eingriff in die Meisterschaft.

hgw22
6
13
Lesenswert?

Na klar man muss den Salzburgen helfen....

aber bitte eines nicht vergessen: Die Salzburgen spielen regelmäßig mit neun Ausländern, der LASK mit neun Österreichern in der Mannschaft. Meine Sympathie gehört dem LASK.

Ragnar Lodbrok
7
10
Lesenswert?

Es darf doch nicht sein, daß der Lask

Meister wird. Ach wie schön, wenn man einen Grund findet für einen Punkteabzug. Ich hoffe wirklich, daß der Lask auf dem Spielfeld die richtige Antwort gibt!

Kariernst
30
70
Lesenswert?

Super

In England wäre der LASK zum Abstieg verurteilt worden Fairplay ist leider vielen in Österreich ein Fremdwort

melahide
6
39
Lesenswert?

Super

Und der LASK hat damit Salzburg erneut zum Meister gemacht!

selbstdenker70
4
11
Lesenswert?

..

Selber schuld...