Der englische Fußball-Rekordmeister Manchester United hat sich von Trainer Ruben Amorim getrennt. Nach dem 1:1 gegen Leeds am Sonntag und nur einem Sieg aus den vergangenen fünf Ligapartien musste der Portugiese gehen. Zudem wurden zunehmende Spannungen zwischen dem 40-Jährigen und der Clubführung offensichtlich. Die Vereinsführung habe „schweren Herzens entschieden, dass es an der Zeit für eine Veränderung ist“, teilte der Tabellensechste am Montag mit.
Amorim, der seit November 2024 im Amt war, hatte zuletzt etwa Einmischungen von hochrangigen United-Persönlichkeiten in seine Arbeit, die er anderswo nicht tolerieren würde, kritisiert. „Ich möchte nur sagen, dass ich hierhergekommen bin, um Manager zu sein, nicht um Trainer zu sein“, wurde er nach dem Unentschieden gegen Leeds zitiert.
Im vergangenen Jahr hatte Amorim den Club noch ins Finale der Europa League geführt. Dort unterlag seine Mannschaft allerdings in einem englischen Duell Tottenham Hotspur mit 0:1. Am Mittwoch wird der frühere United-Mittelfeldspieler und aktuelle U18-Trainer Darren Fletcher als Interimstrainer die Mannschaft gegen den Tabellen-19. Burnley betreuen.
Nächster Trainer gescheitert
Seit mehreren Jahren will der Traditionsclub wieder an einstige Erfolgszeiten anknüpfen. Doch seit dem Weggang des legendären Coaches Sir Alex Ferguson im Jahr 2013 scheiterten viele Trainer an der Mission, den Club langfristig an der Spitze zu etablieren. Dazu zählte auch ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick, der United zwischen Dezember 2021 und Mai 2022 betreut hatte.