Und plötzlich wackelte die Erde (noch einmal). Deutlich spürbar. Auch für jene, die am Vormittag das Erdbeben während des Trainings des ÖFB-Nationalteams im Rahmen des Trainingslagers auf Zypern nicht registriert hatten. Während der eine oder andere Zaungast meinte, die Vibrationen gespürt zu haben und sie mit einem vorbeirauschenden LKW verglich, spürten andere gar nichts und glaubten an einen Scherz. Dass es sich nicht um einen solchen handelte, machten die offiziellen Messungen einer Stärke von 5,2 schnell deutlich.

Das Beben ereignete sich um 11.32 Uhr Ortszeit während des Aufwärmprogramms der Spieler, die laut eigener Aussage nichts bemerkten. „Ich habe es später auf Instagram gelesen“, gab Christoph Baumgartner zu Protokoll. Patrick Wimmer erkannte vorerst eher den humorvollen Aspekt: „Mei manchen von uns raschelt es sowieso im Schädel, also spüren sie gar nicht, wenn ein Erdbeben ist. Bei mir ist das der Fall, bei zwei, drei anderen auch.“

Diese Aussagen wurden getätigt, bevor die Erde in der Region rund um Paphos am Nachmittag mit einer Stärke von 5,3 noch mal bebte. Diesmal bekamen es laut ÖFB-Angaben auch die Spieler im Teamhotel mit. Auch jene Medienvertreter, die während des Trainings nichts bemerkten, wissen nun, wie sich ein Erdbeben anfühlt. Und zwar gar nicht mal so gut, vor allem im Inneren eines Gebäudes. Ungewöhnlich ist das Vorkommnis nicht, auf Zypern werden immer wieder leichte Erdbeben registriert. In den letzten 30 Tagen wurden 29 leichte Erdbeben gemessen.