Harley Davidson kommt in die MotoGP – und das ist kein Scherz. Aber, keine Sorge: Es bleibt im Rahmen der DNA des US-amerikanischen Motorrad-Herstellers. Und das heißt: Gefahren wird nicht gegen die Ducatis, KTMs und Hondas, sondern in einer eigenen Serie, aber im Rahmen der MotoGP. Bei sechs Rennen wird es 2026 um den „Bagger World Cup“ gehen – und der erste Weltmeister wird eben auf dem Red Bull Ring in Spielberg vom 18. bis 20. September 2026 gekürt werden. Das machten Harley-Davidson-Rennchef Jeff Schuessler und Dorna-CEO Carlos Ezpeleta am Ring offiziell.
„Bagger“ - was ist das eigentlich? Mehr oder weniger ein Serienbike von Harley Davidson mit den berühmten „Seitentaschen“ (Bags), das von der Firma zum Rennmotorrad modifiziert wird. „Und ja, man kann damit sehr gute Rennen fahren. Es gibt unsere Firma seit 1903, seit 2004 ist Harley Davidson im Rennsport tätig“, sagte Schuessler. Die Kernpunkte der Serie: Gesucht werden sechs bis acht Teams – aufgeteilt auf die USA, Europa und den asiatisch-pazifischen Raum – die mit je zwei Bikes dabei sind. Diese Motorräder sind ident: „Der Motor und damit die Kraft, die Technik und die Performance sind ident. Das wird ein neues Kapitel des Rennsports, das viele gute, neue Geschichten erzählen wird. Zusammen können wir es zu mehr als einer Serie machen, sogar zu einem großen Kapitel der MotoGP.“
Für das erste Jahr sind Austin Austin (30. März), Mugello (29. - 31. Mai), Assen (26. - 28. Juni), Silverstone (7. - 9. August), Aragon (28. - 30. August) und eben das große Finale in Spielberg (18. - 20. September) fixiert. Warum hier? „Weil das europäische Herz von Harley Davidson in Österreich schlägt“, verriet da der Senior President für Europa Kolja Rebstock, „hier ist in Faak am See die Heimat der European Bike Week, bei der im Vorjahr 70.000 Bikes waren und das damit zur größten Motorrad-Veranstaltung in Europa wurde.“ Und genau wie in Faak verspricht sich Harley Davidson auch von der neuen Rennserie viel: „Hey! Wir sind Harley Davidson, wir sind Rock‘n‘Roll!“