Alle Jahre wieder – so gab der ÖSV rechtzeitig vor dem Start der Saisonvorbereitung seine Nationalkader für die kommende Weltcup- und Olympia-Saison bekannt. Insgesamt 367 Athleten (226 Männer und 141 Frauen) scheinen in den Nationalteams bzw. A-, B- oder C-Kadern der elf Sparten auf. 77 Athleten genießen den Nationalteam-Status, die meisten Sportler stellt der Bereich „Ski Alpin“ mit 100 Fahrern.
65 Athleten kommen aus der Steiermark – das sind rund 18 Prozent der Gesamtanzahl. Die meisten Kadermitglieder stellt die Grüne Mark in der Nordischen Kombination mit 13 Aktiven, dahinter folgt Ski Alpin mit zwölf. In den Bereichen Paraski und Gras-Ski ist „Weiß-Grün“ hingegen gar nicht vertreten. Nimmt man die einzelnen Sparten genauer unter die Lupe, sticht Folgendes besonders ins Auge:
Nur drei Alpin-Fahrerinnen
So besteht der ÖSV-Nationalkader der Skifahrerinnen aus 46 Athletinnen, doch finden sich darunter mit Conny Hütter, Julia Scheib und Eva Schachner gerade einmal drei Steirerinnen. Eine alarmierende Lücke, die auch beim Skispringen zu orten ist: Dort findet sich im Nationalteam, A- und B-Kader (Männer und Frauen) mit Lukas Haagen nur ein einziger Steirer. Von den insgesamt 42 ÖSV-Weitenjägern kommen lediglich sechs aus dem Land des Kulm-Bakkens. Ebenso ernüchternd: David Komatz ist der einzige Steirer der insgesamt 21 Kaderathleten im Biathlon.
Ganz anders die Situation bei den Kombinierern, wo die Steiermark mit Lisa Hirner, Martin Fritz, Fabio Obermeyr und Franz-Josef Rehrl die meisten Nationalteam-Mitglieder aller Bundesländer stellt. Dem männlichen Trio (die Kombiniererinnen sind noch nicht olympisch) ist es auch absolut zuzutrauen, 2026 in Mailand und Cortina unter den fünf Ringen glänzende Medaillen zu hamstern. Ebenso, wie Speed-Queen Hütter und Kollegin Scheib, Loipen-Ass Mika Vermeulen, Skicrosserin Katrin Ofner, Skibergsteigerin Johanna Hiemer oder Brett-Artist Arvid Auner.