Der Vergleich mit dem Fußball mag sich rein zufällig ergeben, aber Raiffeisen orientiert sich in seinem aktuellen Gebaren am Volkssport Nummer eins. Verteidigung und Angriff heißt offenbar die Devise beim heimischen Banken-Unternehmen. Einerseits führt der Konzern einen Abwehrkampf gegen die Bankenabgabe, andererseits geht er beim Österreichischen Fußball-Bund in eine dreiste Offensive. In einem Schreiben an die Präsidiumsmitglieder wird die gegenwärtige ÖFB-Führung frontal attackiert, verbunden mit der im Grunde unverhohlenen Drohung, als Geldgeber auszusteigen, „die Zusammenarbeit infrage zu stellen“, wie es wörtlich heißt, sollte den Wünschen von Raiffeisen nicht entsprochen werden. Das Unternehmen tritt seit mehr als 20 Jahren als Millionensponsor des ÖFB in Erscheinung.