Acht Siege holte Vorarlberg im Kampf ums Pre-Play-off seit 22. Dezember zuletzt in elf Partien. Also just in jener Phase, als die Adler langsam ein wenig spielerisch und körperlich abzubauen begannen, agierten die Pioneers wie beflügelt. Davon zu merken war an diesem Sonntagnachmittag nicht viel. Der VSV war sich seiner – auch tabellarisch klar untermalten – Favoritenrolle nicht nur bewusst, er setzte sie auch ohne Marco Richter, Chase Parson und Benjamin Lanzinger um.
Auf die Führung musste man knapp elf Minuten warten. Nachdem John Hughes und Kevin Hancock zuvor mehrere Topchancen vergeben hatten, zündete mit Elias Wallenta ausgerechnet ein Vorarlberger im Ländle den Turbo und verlud Pioneers-Keeper David Madlener geschickt. Im Mitteldrittel bekam JP Lamoureux, zu dessen Gunsten Joe Cannata zuhause geblieben war, mehrere Arbeitsaufträge und erfüllte diese mit Bravour. Auf der Gegenseite machte es Hancock dann im ersten Powerplay besser (25.), kurz darauf scheiterte Johannes Tschurnig im Konter nur um Zentimeter daran, im bereits 100. ICE-Spiel seinen zweiten Karrieretreffer zu markieren.
Noch vor dem zweiten Kabinengang war die Partie vorentschieden, als ein Ping-Pong-Treffer, der am Ende Max Coatta zugeschrieben wurde, das 3:0 für Blau-Weiß besiegelte. Dabei hatte Julian Metzler die Scheibe am Ende aber selbst ins eigene Tor bugsiert. Sein erstes Saison-Shutout war Lamoureux wieder nicht vergönnt beim Ehrentreffer durch Daniel Woger (54.) war der Routinier ohne Chance. Davor hatte Hughes noch etwas zur Aufwertung der eigenen Powerplay-Statistik beigetragen (45.).