Im Kampf um eine Top-Sechs-Platzierung und damit eine direkte Play-off-Qualifikation standen die Villacher Adler im Heimspiel gegen die zehntplatzierten Vienna Capitals vor einem Pflichtsieg. Doch im ersten Drittel hatte es ganz und gar nicht den Anschein, als ob sich der VSV der Wichtigkeit des Spiels bewusst war. Denn die Gäste kauften den Heimischen von Beginn weg die Schneid ab. Alexander Rauchenwald hatten mit dem aggressiven Forecheck der Caps immer wieder ihre liebe Müh und Not, verloren noch dazu die Mehrzahl der Zweikämpfe. Logische Konsequenz war schließlich die Führung Wiens für die Peter Krieger (14.) sorgte.
Erst nach der Pause wendete sich das Blatt eklatant. Im ersten Powerplay sorgte Chase Pearson für den Ausgleich und nicht einmal drei Minuten später nutzte Nikita Scherbak einen schweren Fehler der Caps-Verteidigung zur erstmaligen blau-weißen Führung. Ausgerechnet in numerischer Unterlegenheit konnten die Adler auf 3:1 erhöhen. Und wieder war es ein unnötiger Puckverlust der Gäste, den Guus van Nes dankend annahm. Die Wiener kamen durch Ex-VSV-Crack Christof Kromp zwar noch einem heran, doch nur 45 Sekunden später sorgte Max Rebernig mit einem Handgelenkschuss wieder für klare Verhältnisse. Und weil vier Treffer im zweiten Abschnitt offensichtlich nicht reichten, setzte Nikita Scherbak kurz vor der zweiten Pause noch einen fünften drauf.
Im Schlussabschnitt schalteten die Adler einen Gang zurück und spielten ihren Vorsprung souverän über die Zeit. Die Treffer von Max Rebernig bzw. Evan Jasper hatten nur mehr statistischen Wert und änderten nichts an dem am Ende klaren VSV-Sieg.