Bis weit nach Mitternacht waren in Wien-Hütteldorf noch "Finale"-Gesänge von aufgewühlten Anhängern vernehmbar. Seit dem Meistertitel in der Saison 2007/08 unter Trainer Peter Pacult hat es bei Rapid keinen bleibenden Erfolg mehr gegeben. Diese Sehnsucht ist im Umfeld deutlich zu spüren. Dass der Aufstieg gegen eine starke Rieder Mannschaft nur "mit Bauchweh" klappte, wie es Sport-Geschäftsführer Markus Katzer nachher ausdrückte, spielte dabei keine Rolle. "Im Großen und Ganzen ist es jetzt scheißegal. Wir sind weiter, wir haben es geschafft", brachte es Burgstaller, der nun bei drei Cup-Treffern in dieser Saison hält, auf den Punkt.
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Rapid träumt dank Burgstaller und Kampfgeist vom Cup-Titel
Die Zahl 15 nimmt im grün-weißen Fußball-Universum in den kommenden Wochen zentrale Bedeutung ein. Nach dem 2:1-Zittersieg im Halbfinale gegen Ried fightet Rapid am 30. April um den 15. ÖFB-Cup-Titel. Sollte der Coup in Klagenfurt gelingen, wäre das überhaupt der erste Titel seit 15 Jahren. "Wir haben gebissen, gekämpft, aber spielerisch war das jetzt sicher nicht unser bestes Spiel", sagte Guido Burgstaller, der den Traum mit seinen zwei Treffern am Mittwoch am Leben hielt.
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