Die Grazer, die die ersten beiden Begegnungen mit 5:1 gewonnen hatten, gingen wie schon in den vorangegangenen Partien in Führung. Kevin Conley fälschte einen Schuss von Korbinian Holzer ab (12.). Im Mitteldrittel machten sich die Heimischen zunächst das Leben mit zwei Strafen selber schwer und kassierten in Unterzahl auch durch Jonathon Blum das 1:1 (29.).

Doch die Grazer konnten wieder zulegen, bei der neuerlichen Führung war aber auch etwas Glück im Spiel. Die Schiedsrichter ahndeten einen Stockschlag von Holzer nicht, im Konter setzte Manuel Ganahl genial Swaney ein, der trocken einschoss (33.). Nachdem der wieder starke Torhüter Nikolas Wieser gegen J.C. Lipon den neuerlichen Gleichstand verhindert hatte, stellte Marcus Vela mit einem Powerplay-Treffer (39.) einen Zwei-Tore-Vorsprung her. Im Schlussdrittel sorgte Paul Huber mit einem Doppelpack (41./PP, 45.) zur 5:1-Führung für die endgültige Entscheidung.

Nun spricht alles für den Sieger des Grunddurchgangs, auch die Statistik. Ein 0:3 im Play-off hat in der Liga bisher erst eine Mannschaft aufgeholt, das historische Comeback schafften die Black Wings Linz im Halbfinale 2010 gegen die Vienna Capitals. Die Grazer haben nun am Mittwoch sogar die Chance, als dritte Mannschaft nach den Vienna Capitals 2017 und RB Salzburg 2022 die Liga ohne Niederlage im Play-off zu gewinnen. Die Meisterfeier hat Graz-Präsident Herbert Jerich jedenfalls schon für nächsten Sonntag (26.4.) geplant, das sollte sich ausgehen.