Springsteen ist einer jener Rock-Veteranen, an denen das Alter scheinbar spurlos vorübergeht und der mit der beiläufigen Virilität eines Schwerarbeiters von nebenan immer noch authentisch wirkt. Allein nachdenkliche - und auf den Video-Walls auf Deutsch untertitelte - Zwischenansagen über verstorbene Weggefährten und die eine oder andere zerdrückte Träne bei ihnen gewidmeten Songs wie "Last Man Standing" oder "Tenth Avenue Freeze-Out" erinnerten daran, dass auch er selbst älter wird. Ansonsten lieferte der aus New Jersey stammende Musiker, der ausgerechnet seinen Hit-Song "Born in the USA" in Wien nicht in seine 26 Titel umfassende Setlist integrierte, eine abwechslungsreiche, äußerst publikumsnahe Show, die jedoch vor allem zu Beginn von massiven Akustik-Problemen im Stadion begleitet war.
Kultur
Springsteen lud im Happel-Stadion zum geselligen Feierabend
Von "Servus Wien!" bis "I'll See You in My Dreams": Bei bestem Sommerwetter lud Bruce Springsteen am Dienstagabend zum geselligen Feierabend ins Ernst-Happel-Stadion - und alle kamen. Bereits seit Wochen war das erste Konzert, das "The Boss" seit dem Jahr 2012 hierzulande gegeben hat, ausverkauft. Und so wurde der 73-Jährige mit frenetischem Jubel empfangen, bevor er mit seiner E Street Band ein fast dreistündiges Best-of seiner seit über 50 Jahre währenden Karriere gab.
© APA/HANS KLAUS TECHT