Weltmuseum-Direktorin Claudia Banz zeigte sich am Montag bei der Presseführung stolz, die erste größere Einzelausstellung des von Anab Jain und Jon Ardern vor 17 Jahren gegründeten und inzwischen international renommierten Studios beherbergen zu können. Drei immersive Projekte umfasst die Schau, die im Rahmen der Wiener Klima Biennale stattfindet. "Welche Vorfahren werden wir einmal gewesen sein?" - diese Frage ziehe sich als roter Faden durch die präsentierten begehbaren Zukunftsentwürfe der Briten, so Banz. Ihnen allen gemein ist ein kritischer Blick auf das sogenannte Anthropozän - also auf unser Zeitalter, in dem der Mensch der Erde seinen Stempel aufdrückt und sich einer kapitalistischen Logik folgend in Naturraub, Ressourcenverschwendung und Konsumismus ergeht.
Wien
Superflux im Weltmuseum: Heilige Sneakers und der Gott Markt
Sneakers, iPhone oder ein Fernseher als Artefakte einer untergegangenen Zeit: Das auf spekulatives Design spezialisierte Londoner Studio Superflux betreibt ab Dienstag im Weltmuseum eine Art Archäologie der Zukunft und stellt die Frage, wie spätere Generationen auf die Ära des Massenkonsums blicken könnten. "Relics of Abundance" (Relikte des Überflusses) heißt eine Installation, die Teil der Ausstellung "The Craftocene" ist und speziell für Wien entwickelt wurde.
© APA/Weltmuseum/Jamie Salmons