Rund 17.700 registrierte Österreicherinnen und Österreicher befinden sich derzeit in der vom Krieg betroffenen Region, die von israelischen und US-amerikanischen Angriffen auf den Iran sowie dessen Gegenschlägen betroffen sind; 2600 Personen von diesen wurden als Reisende von den Ereignissen überrascht, mit 1700 befindet sich der Großteil davon in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Das berichtete Clemens Mantl, Pressesprecher des Außenministeriums, am Montag bei einem Hintergrundgespräch. Laut offiziellen Daten befinden sich 254 Personen mit österreichischer Staatsangehörigkeit im Iran, man habe mit allen Kontakt. Allerdings: Die tatsächliche Zahl der Österreicherinnen und Österreicher in der Krisenregion dürfte nach bisherigen Erfahrungen deutlich höher liegen: Insider gehen von insgesamt 25.000 Betroffenen aus.

Die dringende Empfehlung des Außenministeriums an alle in der Krisenregion lautet: Bleiben Sie zuhause, verlassen Sie nicht Ihre Unterkunft. Diese sei in der derzeitigen Lage der sicherste Ort, so Mantl. Priorität habe vorerst, alle besonders schutzbedürftigen Personen wie Kranke oder Schwangere bei deren Wunsch außer Landes zu bringen. Weil sämtliche Fluglinien ihren regulären Betrieb eingestellt haben, führt der Weg aus der Krisenregion heraus von Abu Dhabi mit Bussen auf dem Landweg nach Maskat, der Hauptstadt des Omans, der mit der Sicherheitsstufe 3 als verhältnismäßig sicher gilt und von wo aus ein Flugbetrieb möglich ist. Laut Mantl werde derzeit erhoben, wie viele Personen auf diesem Weg die Region verlassen wollen. Einige Staatsbürger seien auf dem Flughafen Abu Dhabis gestrandet.

Hercules-Flieger derzeit nicht verfügbar

Österreich sei in Sachen Evakuierungen, so erklärte Mantl, in ständiger Abstimmung mit den europäischen Partnern. Bekanntlich hat etwa Tschechien ein Militärflugzeug in die Region geschickt, um Landsleute heimzuholen. Österreich stehe diese Möglichkeit nicht zur Verfügung. Laut Verteidigungsministerium stehe eine Hercules-Transportmaschine derzeit nicht zur Verfügung, erklärte Mantl.

Um die Landsleute in der Krisenregion bestmöglich zu betreuen, wurden auch die diplomatischen Vertretungen Österreichs in Nahost personell mit Vertretern des Bundesheeres aufgestockt..

Unter +43 1 90115 4411 sei das Ministerium für Betroffene wie Angehörige rund um die Uhr telefonisch erreichbar.