Schinwalds Intention war es, in einer an Themen orientierten Narration neue Anknüpfungspunkte zu schaffen und Brücken zur Gegenwart zu schlagen. Anhand von Möbeln, Gläsern, Geschirr, Schmuck, Keramik oder etwa Türbeschlägen erschließt sich die Entwurfsgeschichte von der ersten Secessionsausstellung bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs, hieß es bei einem Pressetermin. Die mehr als 700 Objekte in der auf etwa zehn Jahre ausgelegten Dauerausstellung stehen dabei nicht für sich allein - "sie erhalten eine Bühne". Sprich: Es wird verdeutlicht, wie sie aufeinander abgestimmt waren.
Wien
MAK zeigt "Wien 1900" in "atmosphärischen Erlebnisräumen"
"Wien 1900": Die Neuaufstellung der Schausammlung im Wiener Museum für Angewandte Kunst (MAK) soll in "atmosphärischen Erlebnisräumen" neue Sichtweisen auf dieses Kapitel der Kunstgeschichte gewähren. Das sagte Generaldirektorin Lilli Hollein am Dienstag. Das von Künstler Markus Schinwald entwickelte Konzept bricht mitunter mit der chronologischen Präsentation und ermöglicht so Perspektivenwechsel. Er sprach von einem "ergänzenden, nicht ersetzenden Blick" auf die Epoche.
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