"Pressefreiheit ist ein hohes Gut und alles andere als selbstverständlich", hielt Van der Bellen in einem Videostatement fest. Nur mit einem gemeinsamen Bild von der Wirklichkeit funktioniere Demokratie. Dafür müssten Journalistinnen und Journalisten sorgfältig arbeiten, wofür Zeit nötig sei, um zu differenzieren und abzuwägen. Digitale Plattformen dagegen verlangen Eile, provozieren Aufregung und Empörung. "Unter all dem, was es jeden Tag über endlose Feeds anspült, stechen hochwertige Inhalte positiv hervor", meinte der Bundespräsident. "Guter Journalismus wird bestehen können. Integer, mutig und reflektiert", zeigte sich Van der Bellen überzeugt und erinnerte daran: "Wir alle tragen Verantwortung. Nicht nur jene, die Artikel schreiben, sondern auch jene, die sie lesen und teilen."
Wien
80 Jahre Pressefreiheit keine Selbstverständlichkeit
Österreich feiert am Mittwoch 80 Jahre Pressefreiheit. Am 1. Oktober 1945 ermöglichte der Alliierte Rat per Proklamation wieder die durch "Ständestaat" und "Drittes Reich" zerstörte Pressefreiheit. Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler (SPÖ) und Reporter ohne Grenzen Österreich (RSF) erinnerten zum Jubiläum daran, dass Pressefreiheit nicht selbstverständlich ist und um sie gekämpft werden müsse.
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