Einige Player haben die Gewinnzone bisher nicht erreicht. Und der Kampf um die Programmware - die besten Serien und beliebtesten Filme - wird aggressiver. Manche Programm-Produzenten verweigern sich auch. Deutschlands wichtigster Autorenfilmer Wim Wenders ("Paris, Texas") etwa: "Ich arbeite mit den Streamern nicht, weil sie mir zu gierig sind, sie behalten ja alle Rechte", sagt der Filmemacher der Deutschen Presse-Agentur. "Was wollen sie mit den Inhalten denn machen? Nach der Auswertung kommen sie alle in eine große Gruft, und viele sind dann für alle Zeiten tot."
Berlin
Begeisterung bei Streaming-Anbietern etwas gedämpfter
Bald ist es fünf Jahre her, dass die Pandemie Menschen in den Hausarrest zwang und als Nebeneffekt weltweit einen gewaltigen Push bei Video-Streaming auslöste. Netflix, Prime Video, Disney+ Apple TV+, RTL+, Joyn, die öffentlich-rechtlichen Mediatheken und andere Anbieter erlebten traumhafte Zuwachsraten bei Nutzern und Nutzung. Auch wenn das Wachstum sich verlangsamt hat, sind die Zahlen weiter gestiegen. Dennoch ist die Begeisterung unter Anbietern inzwischen gedämpfter.
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