Seine persönliche Erklärung im Alten Rathaus begann er mit den Worten, dass dies seine "letzte Pressekonferenz als Linzer Bürgermeister" sei. Er bereue zutiefst seinen Fehler und entschuldigte sich nochmals. "Ich ärgere mich, dass ich den Anspruch, den ich an mich selbst und an meine Mitarbeiter stelle, in diesem einen Fall nicht erfüllt habe. Es ist jedoch so, dass Geschehenes nicht einfach ungeschehen gemacht werden kann." Er verabschiede sich "ohne Groll - wenn ich ihn habe, ist er gegen mich gerichtet". Und vielleicht doch auch gegen Bundesparteichef Andreas Babler, wie man zwischen den Zeilen heraushören konnte.
Linz
Linzer Bürgermeister geht drei Tage nach Geständnis
Drei Tage nachdem der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) gestanden hat, 2017 an seinen Wunschkandidaten für die ausgeschriebene Funktion des künstlerischen Leiters der Linzer Veranstaltungsgesellschaft (LIVA) und der Brucknerhaus-Intendanz vor dem Hearing "allgemeine Fragen" weitergegeben zu haben, ist er alle Funktionen und Ämter los. Es war ein Rücktritt in mehreren Akten, wobei der innerparteiliche Druck ihn zum Finale am Freitag brachte: den Rückzug als Bürgermeister.
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