2023 gaben demnach 336.000 Personen (3,7 Prozent der Bevölkerung in Privathaushalten) in Österreich an, sich die Ausgaben des täglichen Lebens, die nach EU-Definition als Mindestlebensstandard gelten, nicht leisten zu können. Als erheblich materiell und sozial benachteiligt gilt, wer sich laut eigener Angabe mindestens sieben von 13 EU-definierten Merkmalen und Aktivitäten des täglichen Lebens nicht leisten kann ("absolutes Armutsmaß"), darunter etwa unerwartete Ausgaben in der Höhe von 1.370 Euro oder ein Urlaub pro Jahr. 2022 waren 201.000 Personen (2,3 Prozent) von dieser Armutslage betroffen.