Da Schnee und Eis unterschiedliche Dichten haben, verwendet man für standardisierte Vergleiche die Höhe, die sie als Wassersäule hätten. In der Messsaison 2024/25 wurde mit minus 2.865 Millimeter Wasseräquivalent die schlechteste Massenbilanz in der Messgeschichte verzeichnet: Im Winter lag der Zuwachs bei 844 mm und damit deutlich unter den Vergleichsjahren. Bisher hatte der Gletscher im Winter immer deutlich mehr als 1.000 mm, teils sogar über 2.000 mm Wasseräquivalent aufbauen können. Heuer liegt man zum ersten Mal unter der 1.000er-Schwelle. Der Sommer konnte keinen Turnaround bringen: Das Minus betrug in der warmen Jahreszeit 3.709 mm, was im schlechtesten Drittel der bisher gemessenen Werte rangiert.
Linz/Obertraun/Hallstatt
Hallstätter Gletscher heuer mit Rekord-Massenverlust
Ein schneearmer Winter, ein außergewöhnlich heißer Frühsommer und Regen oberhalb der Schneegrenze - am Hallstätter Gletscher wurde heuer der größte Massenverlust seit Beginn des oberösterreichischen Messprogramms im Jahr 2006 verzeichnet. Fläche und Masse des größten Gletschers des Dachsteinmassivs sind seither um ein Drittel geschrumpft, informierten der oberösterreichische Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) und Klaus Reingruber von BlueSky Wetteranalysen am Dienstag.
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