Weiter notierte Trump: "Das ist in Ordnung, Premierminister Starmer, wir brauchen sie nicht mehr - aber wir werden uns daran erinnern." Starmer hatte bereits vor einigen Tagen Kritik von Trump zurückgewiesen und erklärt, er stehe zu seiner Entscheidung, die ersten gemeinsamen Angriffe der USA und Israels nicht unterstützt zu haben. Trump hatte ihm zuvor vorgeworfen, zu lange mit der Freigabe von Luftwaffenstützpunkten gewartet zu haben. "Es ist meine Pflicht, zu beurteilen, was im nationalen Interesse Großbritanniens ist", hatte Starmer dazu gesagt.

Wie die BBC jüngst mit Verweis auf eine Quelle im Verteidigungsministerium mitteilte, wurde die Bereitschaftszeit für den Flugzeugträger "HMS Prince of Wales" verkürzt. Eine Entscheidung über eine Verlegung in die Kriegsregion sei aber noch nicht getroffen worden.

Zuletzt war auch bekanntgeworden, dass US-Streitkräfte weitere Langstreckenbomber nach Großbritannien verlegt haben. Das Verteidigungsministerium in London bestätigte am Samstag, dass die USA britische Stützpunkte für "spezifische und begrenzte Verteidigungsoperationen" im Iran-Krieg nutzten. Premierminister Keir Starmer hatte erst mit Verzögerung die Genehmigung für die US-Nutzung britischer Stützpunkte erteilt - Trump hatte das scharf kritisiert. Unter der Woche hatte Starmer seinen Kurswechsel damit begründet, dass sich die Situation verändert und der Iran inzwischen Drohnen und Raketen auf Länder abgefeuert habe, die ihn nicht angegriffen haben.

US-Präsident Donald Trump warf Starmer vor, die Erlaubnis habe "viel zu lange gedauert", er sei deswegen "sehr enttäuscht". Beim Besuch von Deutschlands Kanzler Friedrich Merz im Weißen Haus am Dienstag sagte der US-Präsident, Starmer sei "nicht Winston Churchill", der britische Premierminister während des Zweiten Weltkriegs.

Bei den britischen Luftwaffenstützpunkten geht es um Fairford in der südwestenglischen Grafschaft Gloucestershire und um einen gemeinsam genutzten Stützpunkt auf der Insel Diego Garcia, Teil der Chagos-Inseln im Indischen Ozean. In Fairford landete am Samstag ein US-Bomber vom Typ B-1 Lancer, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete.