In ihrem Grundsatzpapier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über das zuerst der "Stern" berichtete, dringen die sogenannten SPD-Friedenskreise auf eine Kehrtwende in der Außen- und Sicherheitspolitik. Von einer stabilen Friedens- und Sicherheitsordnung sei Europa aktuell weit entfernt, beklagen sie und werben für Deeskalation und schrittweise Vertrauensbildung statt Rüstungswettlauf.
Berlin
Teile der SPD fordern in "Manifest" Gespräche mit Russland
Prominente Politiker der deutschen sozialdemokratischen Partei stellen sich gegen die Sicherheits- und Verteidigungspolitik der deutschen Regierung und ihrer eigenen Parteiführung. In einem "Manifest" fordern sie unter anderem direkte diplomatische Gespräche mit Russland, das seit mehr als drei Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt. SPD-Spitzenpolitiker fahren ihnen scharf in die Parade: Verteidigungsminister Boris Pistorius spricht von "Realitätsverweigerung".
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