Ein Beispiel dafür, wie wenig Harris auf ihren Sonderstatus zu geben scheint, war ihre Reaktion im Interview mit CNN am vergangenen Donnerstag. Die Kandidatin wurde auf ein Foto angesprochen, das ihre Großnichte während einer Rede Harris' auf dem Parteitag der Demokraten zeigte. Das Bild war zum Symbol für die durch Harris möglich scheinende Überwindung von Geschlechter- und Rassenbarrieren in der Politik geworden. Harris betonte in ihrer Antwort, dass sie die Allgemeinheit vertrete: "Ich kandidiere, weil ich glaube, dass ich im Moment die für alle Amerikaner am besten geeignete Person für den Posten bin, unabhängig von Rasse und Geschlecht."
Washington
Geschlecht und Herkunft in Harris' Wahlkampf untergeordnet
Kamala Harris' Präsidentschaftskandidatur ist historisch: Die US-Demokratin könnte die erste Frau und erste Schwarze im höchsten Staatsamt in der Geschichte der Vereinigten Staaten werden. Zudem wäre sie bei einem Wahlsieg am 5. November das erste Staatsoberhaupt mit asiatischen Wurzeln. Zum Thema macht die 59-jährige Vizepräsidentin ihr Profil aber kaum - anders als ihr Rivale Donald Trump, der sich mit seinen Kommentaren nach Experteneinschätzung aber eher selbst schadet.
© APA/AFP