Für Laimer spricht die Vorgehensweise nicht für einen seriösen Umgang mit dem wichtigen Thema Heeresreform: "Reformen brauchen einen Diskurs." Das Parlament sei aber wieder einmal außenvorgelassen worden. Zudem befürchtet er eine "Umfärbungsaktion". Der Hauptakteur der Reform sei der Generalsekretär im Verteidigungsministerium, Dieter Kandlhofer, "der sich gleich selbst als neuer Generaldirektor an die Spitze einer Sektion setzen will", so Laimer, der die Ausarbeitung einer "umfassenden Österreichischen Sicherheitsstrategie" fordert.
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Opposition beklagt fehlende Einbindung bei Heeresreform
SPÖ und NEOS haben am Mittwoch die mangelnde Einbindung des Parlaments in die von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) auf den Weg gebrachte Heeresreform beklagt. Bei einem für Österreich "derart wichtigen Thema" wäre dies aber die Aufgabe der Ministerin gewesen, meint Verteidigungssprecher Douglas Hoyos. Man habe allein über die Medien davon erfahren, kritisierte SPÖ-Wehrsprecher Robert Laimer. Die Grünen sehen einen ersten Schritt hin zu einer schlanken Struktur.
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