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Trump schäumt weiterJoe Biden startet den Kampf gegen die Pandemie

Schon am Montag will der zukünftige US-Präsident einen Expertenrat zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorstellen.

Joe Biden will die Pandemie in den Griff bekommen
Joe Biden will die Pandemie in den Griff bekommen © AP/Carolyn Kaster
 

Bereits vor seinem offiziellen Amtsantritt will der künftige US-Präsident Joe Biden schon Pflöcke einschlagen: Schon heute will er einen Expertenrat zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorstellen. Sein Ziel ist es, schon am Tag seiner Amtseinführung am 20. Jänner 2021 einen Aktionsplan zur Überwindung der Corona-Krise in die Wege zu leiten.

"Ich will, dass es jeder weiß: Wir werden unseren Plan, das Virus unter Kontrolle zu bringen, an unserem ersten Tag in Kraft setzen", sagte Biden. In den USA sind bereits rund 250.000 Menschen am Coronavirus verstorben.

Trump schäumt weiter

Noch-Präsident Donald Trump hat sich nach seiner Niederlage über das in den USA seit dem 19. Jahrhundert etablierte System beklagt, dass große Medienhäuser einen Wahlsieger ausrufen. "Seit wann bestimmen die Lamestream-Medien, wer unser nächster Präsident sein wird?", schrieb Trump am Sonntag auf Twitter. "Wir alle haben in den vergangenen zwei Wochen viel gelernt."

"Lamestream-Medien" ist ein Kunstbegriff Trumps, der die von ihm kritisierten Mainstream-Medien und "lame" (lahm) verquicken soll.

In den USA ist es üblich, dass die Präsidentenwahl auf der Basis von Prognosen großer Medienhäuser entschieden wird. Eine herausragende Stellung kommt dabei der amerikanischen Nachrichtenagentur AP zu: Das Unternehmen steckt viele Ressourcen in die Wahl und wird für seine Unabhängigkeit und Genauigkeit geschätzt. AP hat nach eigenen Angaben seit 1848 bei Präsidentenwahlen in den USA den Gewinner vermeldet.

Auf Grundlage ihrer eigenen Berechnungen verkünden auch große US-Fernsehsender wie CNN oder Fox News einen Wahlgewinner. AP und alle wichtigen Sender hatten Trump-Herausforderer Joe Biden am Samstag zum Gewinner der Präsidentenwahl ausgerufen. Trump spricht von Betrug, hat dafür aber keine Beweise vorgelegt. Er hat seine Niederlage bisher nicht eingestanden.

Hintergrund des Systems in den USA ist, dass es dort auf Bundesebene keine Wahlbehörde und keinen Bundeswahlleiter gibt, der als verbindliche und unabhängige Autorität zeitnah das letzte Wort hätte. Stattdessen gibt es 51 Wahlleiter: Die Bundesstaaten und die Hauptstadt Washington sind jeweils mit eigenen Gesetzen und Vorschriften für die Organisation der Wahl und das Auszählen der Stimmen verantwortlich.

Live-Ticker zur US-Wahl zum Nachlesen

Bilder aus Bidens Heimatstadt: So ausgelassen feiert Wilmington den Sieg

Die Siegesreden von Joe Biden und seiner auserkorenen US-Vize-Präsidentin Kamala Harris im US-Bundesstaat Delaware haben eine neue Ära in den USA eingeleitet.

(c) AP (Andrew Harnik)

Das Volk habe gesprochen und er habe einen klaren Sieg eingefahren, so Biden.

(c) AFP (JIM WATSON)

Harris bedankte sich ebenfalls bei den Wählern: Diese hätten Hoffnung und Einheit, Anstand, Wissenschaft "und ja, Wahrheit" gewählt.

(c) AFP (JIM WATSON)

"Obwohl ich die erste Frau in diesem Amt bin, werde ich nicht die letzte sein", sagte die zukünftige Vize-Präsidentin.

(c) AFP (JIM WATSON)

Biden versprach, ein Präsident zu sein, der das Land einen und nicht spalten werde. Als ein Ziel nannte er, dass die USA in der Welt wieder respektiert werden.

(c) AFP (TASOS KATOPODIS)

Der gewählte Präsident sei ein "Heiler", jemand, der Amerika einen könne, sagte Harris.

(c) AP (Andrew Harnik)

An die Anhänger von US-Präsident Donald Trump gerichtet sagt er, er verstehe ihre Enttäuschung. Er habe selbst manche Niederlagen einstecken müssen

(c) AP (Andrew Harnik)

Die Siegesrede in Wilmington wurden zum Triumph, auch an einem Feuerwerk konnten sich die Fans des Demokraten erfreuen.

(c) AP (Andrew Harnik)

Doch auch anderswo war die Begeisterung groß: Menschen in der demokratischen Metropole New York stürmten in Scharen auf die Straßen, nachdem Joe Biden zum 46. Präsidenten gewählt worden war.

(c) AP (Andrew Harnik)

"Dies ist ein großartiger Tag für Amerika", strahlte ein New Yorker auf dem Times Square, "der schlechteste Präsident unserer Geschichte ist weg" - Biden selbst dürfte das sehr ähnlich sehen.

(c) AP (Andrew Harnik)

Klicken Sie sich durch die weiteren Bilder...

(c) AP (Andrew Harnik)
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Der gewählte US-Präsident Joe Biden will indes auf die Anhänger des unterlegenen Amtsinhabers Donald Trump zugehen und sich entschlossen für die Eindämmung der Pandemie einsetzen. "Ich verspreche, ein Präsident zu sein, der danach strebt, nicht zu spalten, sondern zu einen", sagte Biden am Samstagabend in seiner Siegesrede in seinem Wohnort Wilmington im Bundesstaat Delaware. Trumps Anhänger bat er, ihm eine Chance zu geben, um gemeinsam für ein besseres Amerika zu arbeiten.

Er sei als Demokrat gewählt worden, aber er werde der Präsident des ganzen Landes sein und "genauso hart für alle arbeiten, die mich nicht gewählt haben", versprach Biden (77). "Es ist Zeit, die harsche Rhetorik beiseite zu legen", forderte Biden. "Geben wir uns gegenseitig eine Chance", sagte er. "Lasst uns diese düstere Ära der Dämonisierung hier und jetzt zu Ende gehen lassen", sagte Biden. Seine Aussagen ließen sich als deutliche Kritik an Trumps aggressivem Stil verstehen - obwohl Biden sich nicht direkt zu dem Republikaner äußerte. Der Demokrat Biden war am Samstag von US-Medien im Rennen um das Weiße Haus zum Gewinner ausgerufen worden.

Mindestens 279 Wahleute gingen an Biden

Biden gewann mindestens 279 der insgesamt 538 Wahlleute, die auf der Ebene der Bundesstaaten vergeben werden. Für einen Sieg brauchte er mindestens 270. Die Zahl der Wahlleute für den 77-Jährigen könnte aber noch anwachsen: In Arizona, Georgia, North Carolina und Alaska wurde noch kein Sieger ausgerufen. In Arizona mit seinen elf Wahlleuten und Georgia mit 16 Wahlleuten liegt Biden bei der laufenden Stimmenauszählung knapp vor Trump. In den beiden anderen Bundesstaaten hat der Amtsinhaber die Nase vorn.

Biden und sein "Running Mate" Kamala Harris bekamen nach jetzigem Stand mehr als 74,5 Millionen Stimmen - ein Rekord in der US-Geschichte. Den bisherigen Höchstwert hatte Barack Obama 2008 mit rund 69,5 Millionen Stimmen aufgestellt. Bemerkenswert ist, dass auch der Wahlverlierer Trump diese Zahl in diesem Jahr übertraf, er kommt derzeit auf knapp 70,5 Millionen Stimmen.



Trump erkennt Bidens Sieg nicht an

Trump dürfte indes seine Niederlage nich einräumen und Bidens Sieg nicht anerkennen. Er stellt sich als Opfer systematischen Wahlbetrugs dar, ohne stichhaltige Beweise für seine Behauptungen vorzulegen. Wegen der Corona-Pandemie hatten Millionen Amerikaner per Brief abgestimmt, weshalb sich die Auszählung der Stimmen hingezogen hatte.

Noch in der Wahlnacht hatte Trump sich im Weißen Haus während der laufenden Auszählung zum Sieger erklärt und angekündigt, seinen Anspruch vor das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten zu bringen. In den vergangenen Tagen machte er wiederholt deutlich, dass er sich weiter als legitimer Sieger der Wahl sieht. Schon zuvor hatte der 74-Jährige offen gelassen, ob er das Wahlergebnis akzeptieren würde, und hatte eine friedliche Machtübergabe nicht garantieren wollen.

Trumps Team hat unter anderem im Bundesstaat Arizona eine Klage wegen angeblicher Missstände bei der maschinellen Stimmabgabe eingebracht. Laut den Dokumenten an einem Gericht in Maricopa County, dem Wahlkreis der Hauptstadt Phoenix, haben Wähler am Dienstag von Mitarbeitern in den Wahllokalen in vielen Fällen die Anweisung erhalten, bestimmte Knöpfe zu drücken. Tausende Stimmen seien dadurch fälschlicherweise abgelehnt worden.

Der Sieg Biden löste emotionale Reaktionen aus, unter anderem auch bei Kommentator Van Jones auf CNN.

Mit Biden geht nun wieder ein Berufspolitiker als Sieger der US-Wahl hervor, nachdem der Unternehmer Trump vor vier Jahren einen Überraschungssieg eingefahren hatte. Die Senatorin Kamala Harris würde die erste Frau und schwarze Amerikanerin im Vizepräsidentenamt. Biden hatte die Wahl seit Bekanntgabe seiner Kandidatur gegen Trump zum "Kampf um die Seele dieser Nation" erklärt.

Bei der Abstimmung am Dienstag standen auch die 435 Sitze des Repräsentantenhauses und rund ein Drittel der Sitze im Senat zur Wahl. Beim Regieren könnte Biden auf die Mehrheit der Demokraten im Repräsentantenhaus setzen. Seine Partei konnte sich zunächst nicht die Kontrolle in der zweiten Parlamentskammer, dem Senat, sichern. Über die Mehrheit im US-Senat für die kommenden zwei Jahre entscheiden voraussichtlich erst zwei Stichwahlen im Bundesstaat Georgia Anfang Jänner.

Das Rennen um das Weiße Haus war nach der Wahl am Dienstag eine wahre Zitterpartie. Trump konnte sich früh den Schlüsselstaat Florida sichern, den Biden für einen schnellen Sieg gebraucht hätte. Das Duell lief danach immer weiter auf eine knappe Entscheidung in besonders umkämpften Staaten hinaus. Seit Mittwoch verstärkten sich die positiven Anzeichen für Biden, der sich siegessicher gab.

Zahlen können variieren

Wenn sich die jeweils zugerechneten Wahlmännerstimmen in unterschiedlichen Quellen unterscheiden sollten, so liegt dies an der Art der Auszählung. Während Fox News etwa Arizona schon Biden zugeschrieben hat, war CNN z.B. noch vorsichtiger und wartete zu. In den USA gilt die Nachrichtenagentur AP als verlässliches Eichmaß für seriöse Prognosen zum Ausgang in den Staaten. Die offiziellen Zahlen werden - naturgemäß erst später - vom State Attorney General, einer Art Generalstaatsanwalt im jeweiligen Bundesstaat, verlautbart.

Zum Nachlesen: Was in den ersten 24 Stunden der Wahl geschah

 

 

Kommentare (99+)
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Hl2020
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Wahnsinn

Ich habe lange überlegt ob ich mich äussern soll. Ich hatte 2015 ein burn out und stehe offen zu psychischen erkrankungen, aber der typ namens trump gehört in eine gute psychatrische klinik.
Warum weiss er so gut über wahlbetrug bescheid, möchte nicht wissen, was in florida manipuliert worden ist bzw. Bei den wahlen 2016. dieser selbstgefällige typ verlangt von seinen wählern geld
A dass er seine wahlkampfschulden zahlen kann
B um dass wahlsystem in frage zu stellen
Trump geh nach hause, aber dass ist das nächste problem... da landest im knast, dagegen wird er sicher noch vorgehen, dass er begnadigt wird.
Der mensch ist ehrlich eine schande, wie schamlos er mit anderen menschen umgeht. Liebe amerikaner, mir gruselt, wenn ich lese, dass er geld von den armen der armen haben will.

Wurstsalat
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Habe irgendwie das Gefühl

...viele Trumpklatscher hier sind ganz leicht gereizt. Warum denn so miese Stimmung? Vielleicht kann ich etwas aufheitern mit ein bisschen Lyrik: Trump wollte so gerne bleiben, doch Biden hats vermeiden! ;)

Antisozialist
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Raus aus der Filterblase

zum einem ist Ihr Sprüchlein nicht ganz so lustig, und zum anderen haben Sie sich massiv getäuscht.
Ich wette jetzt mit Ihnen um €10000,- dass Trump bleibt.
Sind Sie dabei?

Lodengrün
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Wenn er das

mit Ernsthaftigkeit angeht, hat sich seine Wahl schon gerechtfertigt.

tannenbaum
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Ich

sehe da durchaus Parallelen zu unserem Spezialisten für fremdfinanzierte Gartenmauern!

selbstdenker70
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...

Der Brüller des Tages... Bush gratuliert zum fairen Sieg .. Wie war das noch schnell bei seiner Wahl???? Jaja, das Langzeitgedächtnis....

Lodengrün
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Wer ist

Lindsey Graham? Auch einer der nicht verlieren kann. Sein Gezeter überhören.

bam313
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Nur wenige Republikaner haben das Rückgrat

Joe Biden zu gratulieren.
Bush und Schwarzenegger taten dies jedoch.

Antisozialist
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Beide Mitglieder

des Deep State. Sie entlarven sich freiwillig!

Irgendeiner
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Ja, Bush war zwar eine Katastrophe in sich,

aber diesmal hat er Charakter gezeigt,nur daß Trump selbst ihn übertrifft was Mumpitz angeht war schon am Anfang der Präsidentschaft sonnenklar,denn bei allem was Bush so vermurkste,seine Landsleute wollte er nie mit Desinfektionsmitteln umbringen.

Sezession
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Bomben satt Desinfektionsmittel!

Bush hat zwar nicht ganz so viele Kriege angezettelt wie Obama, der hat den Rekord an Kriegstagen geschafft und zusätzlich mit seinen Drohnen unschuldige Kinder gemordet. Trump kann in dieser Liga mit keinem einzigen neuen Krieg nicht mitspielen, auch nicht mit seinen Desinfektionsmitteln.

Kristianjarnig
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Gegenüber Trump, @irgendeiner, erscheint Bush Junior bereits wieder ....

...als eine kompetente Person(und man erinnere sich an das Video als Bush im Kindergarten saß und vorgab vorzulesen während beide Türme des World Trade Centers dem Erdboden gleichgemacht wurden).

Der eine war/ist ein unfähiger Texaner. Der andere ist Trump. Sogar Bush Jr. gegenüber ist es unfair mit Trump verglichen zu werden.

Nebenstory: Eine Ex Kollege(mit einer ziemlich losen Klappe) von mir war damals auf Typerating(eine Musterberechtigung für ein Flugzeug) in Texas. Forth Worth wenn ich mich richtig erinnere.
In einer Bar gab er recht lautstark von sich was er vom damaligen Präsidenten Bush Jr. gehalten hat(nicht viel, so wie ich). Er kam mit Müh und Not aus dieser Bar raus ohne ordentlich verdr..... zu werden. So tickens die Amis("if your opinion is not the same as my opnion then keep it f..... to yourself ^^", es lebe die Demokratie).

Stubaital
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US Wahl

Hab sofort gewusst, dass Trump alleine nicht so vertrottelt sein kann. Senator Geaham und der Anwalt von Trump der ehemalige Bürgermeister von New York sind ebenfalls geisteskrank.

Tingel
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Wir bräuchten

hier auch so einen Biden, ganz besonders im Forum!

TrailandError
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Trump

ist zu 100% ein Super großer Do##el. Sperrt‘s ihn weg. Punkt!

BachHendl
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An die Redaktion.

Eigenartig, ich poste hier stets als österr. Bürger FÜR das gesellschaftspolitische Selbstverständnis zum säkularen Rechtsstaat und der Demokratie. Umso verwunderlicher ist es, dass meine Beiträge – wenn überhaupt – erst irgendwann einmal eigestellt werden. Zugleich stelle ich fest, dass Beiträge von Usern offenbar unmittelbar das Licht in der Öffentlichkeit erblicken, die sich GEGEN diese Selbstverständlichkeiten aussprechen und bisweilen auch hier ein Podium für dubiose Verschwörungstheorien und antidemokratische Gesinnung uneingeschränkt vorfinden.
Womit sich die Frage stellt: Welche Maßstäbe setzen Sie eigentlich an, um zu entscheiden, wer vom Recht der freien Meinungsäußerung Gebrauch machen „darf“?! … MfG

CuiBono
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@BachHendl, @GiPriRoCam / Teil 2

Ich wollte eigentlich mit Frau Gössinger einen Diskurs beginnen, lies es dann aber sein - nachdem sich die Gerüchte verdichteten, dass sie bald in den Ruhestand wechseln würde. Die "rechtlichen Probleme" dürften sich auf die Herausgabe meiner persönlichen Daten an Orasch/RA Dr. Tschurtschenthaler wegen denen nicht genehmer Kommentare zum Flughafenverkauf basieren und geht rechtlich in Ordnung.

Noch nicht heraus gefunden habe ich, ob in meinem Fall (noch immer) die jeweils aktuellen Deskchefs entscheiden oder ob meine Kommentare bereits zur Chefsache geworden sind. Egal.
Fakt für mich ist, dass mit Stunden Verspätung und damit nicht mehr aktuell publiziert wird und die KlZ teilweise sehr „sensibel“ agiert – vor allem bei Kritik an Artikeln/Redakteuren. Bleibt zu hoffen, dass meine Kritik dann wenigstens im Innenverhältnis etwas Positives bewirkt.

Fakt ist für mich auch, dass die KlZ als größte (noch) ernstzunehmende BL-Zeitung in Stmk u Kärnten eine Verantwortung gegenüber den Lesern hat, die – was Meinungsfreiheit anbelangt - durchaus ausbaubar ist.
Trotzdem bin ich eigentlich froh, dass es dieses Kleinformat gibt, alldieweil die Konkurrenzblattln es nicht einmal Wert sind von mir angefasst zu werden.

Also – schauen wir mal, ob sich unter dem neuen Chefredakteur Kärnten was ändern wird.

CuiBono
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@BachHendl, @GiPriRoCam / Teil 1

Ich hatte im Feber bei der Chefradakteurin Frau Gössinger wegen verspätetem bzw. nicht-Erscheinen diverser meiner Kommentare angefragt.
Eine Antwort hatte ich mir gar nicht erwartet, war aber dann umso positiver überrascht, binnen eines Tages eine ausführliche Antwort erhalten zu haben. An dieser Stelle meinen (verspäteten) Dank an Frau Gössinger u alles Gute für die Pension.

Diese Ihre Antwort möchte ich Ihnen (u.a. Kommentatoren) nicht vorenthalten:
"Sehr geehrter Herr ....!

Sie erwarten eine ehrliche Antwort, diese erhalten Sie von mir selbstverständlich. Ich musste mich erst kundig machen, denn bei hunderten Usern muss auch ich als Chefredakteurin recherchieren.

Ja, Sie unterliegen als CuiBono einer näheren Beobachtung. Denn wir hatten aufgrund Ihrer Postings bereits rechtliche Probleme.
Außerdem haben wir, und das wissen Sie natürlich, Foren-Regeln. Wir legen Wert auf eine Diskussionskultur. Darauf werden unsere Online-User umfassend hingewiesen. Das ist keine Zensur. Sondern wir legen Wert darauf, dass unter dem Titel Kleine Zeitung und auf den Plattformen der Kleinen Zeitung eine unserem Anspruch und Standard entsprechende Diskussionskultur herrscht. Beleidigungen gehören nicht dazu, auch nicht die Beleidigung unserer Autoren/innen..." (Es folgen dann noch andere Ausführungen zu eher technischen Fragen).

GiPriRoCam
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Hoffentlich!

Mir geht's genau so!🤯

Irgendeiner
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Naja,hol ich mir wieder rote Striche,das ursprüngliche

Problem war, daß das Establishment der Demokraten zunehmend das eigene Klientel verraten hat,Clinton und Biden war Teil dessen, Turbokapitalismus, Konzerninteressen vor denen der Menschen, und die jungen Demokraten und der alte Kämpe Sanders das kritisierten,das hat den Narzisten nach oben gespült der anders zu sein schien und den Underdogs tatsächlich ein paar Dinge versprochen hatte die in ihrem Sinne waren,gehalten hat er sie natürlich nicht.Und mit Biden simma jetzt zurück zum status quo ante,der Narr ist wieder weg wenn er nicht noch was sehr schräges unternimmt,und wenn die Parteijugend Biden jetzt nicht in sowas wie einen neuen New Deal zwingt spielmas nochmal mit anderen Kasperln,man ist nur aus dem Strudel wieder raus,noch nicht aus dem Wasser.

BachHendl
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Klar, die Wahrscheinlichkeit,

dass das Jetzt das Nachher von Trump ist und wieder zum Vorher des nächsten Trumps wird, steht sowieso im Raum …

Entscheidend wird vielmehr das sein – neben der „Kleinigkeit“ Corona – ob man´s global bald mal schnallt, dass das, was da tagtäglich in der Tundra aus dem Boden dampft und an den Polen so vor sich hin schmilzt, unsere alltäglichen Problemchen endlich mal von der Agendaliste ganz oben verdrängen wird – denn das sind keine fake news, sondern mehr sowas, wie DEFCON 1 eines übermächtigen Gegners – nämlich unserer Mutter Erde … und die hat in etwa denselben philanthropen Empathielevel wie ein Trump: nämlich 0,0 …

Aber zu dieser Erkenntnis gelänge man ja nur über sowas, wie einer globalen Bildungsoffensive, um ganz unten auf den Rängen etwas Licht ins Dunkel zu bringen – und nicht nur dort – wenn dann auch noch die sgt. Gebildeten am Vormittag gegen Atomkraft - und dann am Nachmittag mit ihrer Bürgerinitiative vor dem Gemeindeamt gegen die Errichtung eines Windrades demonstrieren, dann scheint der „Erhellungsbedarf“ schier unumsetzbar.

Lodengrün
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Chapeau

dieser Kommentar ist erste Sahne. Danke

Irgendeiner
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Ja,ich geb dir recht wir haben ein Megaproblem im

Hintergrund,politisch hat es aber auch damit zu tun wenn Turbokapitalisten Dinge die sie nicht allein betreffen aus Gewinnsucht durchsetzen wollen,wo sie nil Tau haben e.g. wenn mir beim Umweltschutzgesetzen Kapsch was durchdrücken will,der Betriebswirt als naturwissenschaftlich vorlauter Edeldilettant,es hat also eine politische Dimension auch,wo deren Mietlinge sitzen komma nicht heil raus,weil sich Überleben halt nicht unmittelbar rechnet.Auf Atomkraft würd ich allerdings nie setzen, die waren so ganz sicher, daß sie uns mehrfach um die Ohren flogen und das sind Langzeitschäden.Und ja Bildung,ungeheuer wichtig aber wir hauen hier gerade das Humboldtsche Bildungsideal weg,es rechnet sich auch nicht unmittelbar .Es ist halt wie bei Corona,erst beim Heulen und Zähneknirschen kommens drauf,nur da wirds schneller gehen.

BachHendl
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Das mit der Atomkraft hast ...

von hintenrum aufgezäumt, body ... Windräder etc. meinte ich als Opfer zum Kompromiss - also besser Windräder als AKraft ...

Irgendeiner
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Ja,ich hatte schon gesehen aber wenn ich will bin ich blind und bei der Sache

würd ich ehrlich gestanden eher beim Verbrauch schrauben, Windräder haben nämlich ein paar faktische ökologische Nachteile auch,genau wie übrigens die Lichtverschmutzung wo man was einsparen könnte,aber das müßte man durchrechnen, da kenn ich die Daten nicht.Was auf alle Fälle was bringt wär endlich geplante Obsoleszenz strafbar machen,ich wär mit einer kleinen Karre die dafür dreißig Jahre hält auch zufrieden,gut,für mich zahlt es sich nicht mehr aus,aber innovative sparsame Geräte haben grundsätzlich das Problem daß die Herstellung auch patzig Energie braucht die die meisten nicht einsparen können,das geht nur über Lebensverlängerung,da brauchts dann aber zusätzlich ein anderes Konsumverhalten auch noch,gibt auch Menschen die ihre Küche alle paar Jahre neu kaufen weil eine andere modern ist,aber da simma wieder bei der Bildung.Und Vorsicht bei mir, da ist was sehr ungehalten,man lacht.

BachHendl
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Das mit der geplanten Obsoleszenz

hatten wir schon mal durchgekaut (dáccord) – und mit deiner Ungehaltenheit hatte ich auch schon immer meinen Spaß … aber da hatte ich andere Schuhe an – oft auch welche von meiner redseligen Tante E. …

 
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