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Das zerrissene Amerika. Eine Serie von Franz-Stefan Gady, Teil 4Die egoistischen Staaten von Amerika

Mit Donald Trump hat die Außenpolitik der Vereinigten Staaten eine spektakuläre Wende genommen. „Amerika zuerst“ lautet ihre Maxime. Doch so neu, wie viele meinen, ist das gar nicht. Der 45. Präsident der USA belebt nur alte Traditionen wieder.

Nato-Gipfel in Brüssel im Mai 2017: US-Präsident Donald Trump liest den Bündnispartnern, allen voran den Europäern die Leviten
Nato-Gipfel in Brüssel im Mai 2017: US-Präsident Donald Trump liest den Bündnispartnern, allen voran den Europäern die Leviten © (c) AFP (EMMANUEL DUNAND)
 

Brüssel im Mai 2017. Die Nato hat sich zum Gipfel in der belgischen Hauptstadt versammelt. Es ist der Moment des Gruppenbilds. 30 Staats- und Regierungschefs nehmen Aufstellung. Plötzlich Gedrängel. Donald Trump will ins Rampenlicht. Schroff schiebt er den verdutzten Premier von Montenegro beiseite. Der sucht den Blickkontakt zu Trump. Aber Amerikas Präsident ignoriert ihn. Mit herablassender Miene blickt Trump über die Köpfe hinweg. Dann zieht er sich sein Sakko zurecht. Trump wirkt zufrieden. Jetzt steht er wieder im Mittelpunkt. Das ist alles, was für den mächtigsten Mann der Welt an diesem Tag zu zählen scheint. Mit der Nato und speziell mit den europäischen Verbündeten kann er nur wenig anfangen.

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