„War Mozart 'normal'? Sicher nicht!“ Bundespräsident Alexander Van der Bellen findet bei seiner denkwürdigen Rede zur Eröffnung der Bregenzer Festspiele mahnende Worte. „Wir, das sind die ‚normalen‘, das sind ‚unsere Leute‘, das ist ‚das Volk‘. Wer oder was sind dann ‚die anderen‘?“, fragt Van der Bellen. Auch wenn er keine Namen nennt, dürften sich wohl mehrere in der österreichischen Spitzenpolitik angesprochen fühlen. Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) kündigte etwa kürzlich an, Politik für „Normaldenkende“ machen zu wollen, SPÖ-Vorsitzender Andreas Babler für „unsere Leit“. Und FPÖ-Chef Herbert Kickl bringt sich als künftiger „Volkskanzler“ in Stellung.
Bregenzer Festspiele
Van der Bellen rechnet mit populistischer Rhetorik ab
Der Bundespräsident warnt vor einer Sprache der Ausgrenzung. "Gerede von 'wir' und 'die anderen'" würde keine Probleme beseitigen, warnt Van der Bellen. Die Politik solle lieber um die besten Lösungen kämpfen.
© DIETMAR STIPLOVSEK