Freund, Feind, Parteifreund: Zwischen dem Rendi-Wagner- und dem Doskozil-Lager herrscht seit Tagen Funkstille. In der achtstündigen Krisensitzung der SPÖ sollen gestern die Hackeln besonders tief geflogen sein. Als sich Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil zu Wort melden wollte, allerdings vergaß, das Mikro einzuschalten und nicht zu hören war, soll Bürgermeister Michael Ludwig dem Vernehmen nach geraunt haben: "Eine laute Stimme ist in der Politik schon wichtig." Worauf Doskozil gekontert haben soll: "Meine Stimme reicht, um Wahlen zu gewinnen, was man nicht von jedem hier im Raum behaupten kann."
Hans Peter Doskozil
"Meine Stimme reicht, um Wahlen zu gewinnen – was man nicht von jedem hier sagen kann"
Der SPÖ-Vorstand hat mit 22 gegen 18 Stimmen entschieden, die Entscheidung über den Parteivorsitz auch am Sonderparteitag offen zu lassen. Die Mitgliederbefragung sei "nur ein Stimmungsbild", so Geschäftsführer Christian Deutsch in der ZiB 2.
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