Der Wirtschaftsanwalt und Präsident der Wiener Rechtsanwaltskammer Michael Enzinger fordert - im Vorfeld des Urteils gegen Heinz-Christian Strache - die Auflösung der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft WKStA. Im Kurier erklärt Enzinger, "diese Behörde hat sich Freiräume geschaffen, die keine andere Staatsanwaltschaft für sich in Anspruch nimmt. Das hat eine Eigendynamik bekommen."

Verfahren würden zu lange dauern und "die WKStA stellt Österreich unter Generalverdacht der Korruption". Enzingers Vorschlag: Die WKStA solle nicht länger Sonderbehörde sein, sondern wieder in die vier Oberstaatsanwaltschaften eingegliedert werden.

Die WKStA ermittelt derzeit gegen eine ganze Reihe ehemaliger (und einige aktive) Regierungspolitiker von Ex-Kanzler Sebastian Kurz abwärts. Auch Justizbeamte stehen wegen Ihres Vorgehensss rund um die WKStA vor Gericht: Gegen Sektionschef Christian Pilnacek wird - trotz eines Freispruchs vor kurzem - ermittelt, der Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien, Johann Fuchs, ist angeklagt.