Nicht nur deutsche Politiker – allen voran der ehemalige SPD-Kanzler Gerhard Schröder, der im Aufsichtsrat des Staatskonzerns Gazprom sitzt – haben in Russland Karriere gemacht, auch Österreicher sind dort gut unterwegs.

Ein prominentes Beispiel ist die damals von der FPÖ nominierte Außenministerin Karin Kneissl, bekannt unter anderem dafür, dass sie Putin während ihrer Amtszeit zu ihrer Hochzeit im steirischen Gamlitz eingeladen hatte. Inzwischen sitzt sie im Aufsichtsrat der teilstaatlichen Rosneft. In einem Interview mit dem russischen Propagandasender "Russia Today" erklärte sie am Dienstag die Anerkennung der "Volksrepubliken" im Donbass zum ganz normalen völkerrechtlichen Vorgang.

Kern und Schüssel

Auch zwei Ex-Bundeskanzler stehen in russischen Geschäften: Christian Kern (SPÖ) ist Eigentümervertreter in der russischen Staatsbahn; in den SN erklärte er am Dienstag differenziert, nicht alles an der russischen Argumentation sei falsch.

Noch nicht zu Wort gemeldet hat sich Kerns Amtsvorgänger Wolfgang Schüssel. Der ehemalige ÖVP-Kanzler sitzt im Aufsichtsrat des Ölkonzerns Lukoil – der allerdings nichts mehr direkt mit dem russischen Staat zu tun hat, aber mehrheitlich russische Eigentümer hat.