Angst vor UmweltkatastropheÖsterreicher glauben nicht an 100-prozentige Energiewende

Laut einer Umfrage gehen 41 Prozent im Land davon aus, dass es schon in den kommenden knapp zehn Jahren zu einer neuerlichen Pandemie wie Covid-19 kommen wird.

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CO2-Steuer
© (c) APA/dpa/Julian Stratenschulte (Julian Stratenschulte)
 

Die Österreicher sind in Umweltfragen nicht sehr optimistisch. Nur 12 Prozent glauben, dass das Land bis 2030 die Energiewende schaffen wird, ganze 80 Prozent sind der Meinung, dass der Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare Energie in 8, 9 Jahren nicht machbar ist. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts OGM mit 767 Befragten hervor. 36 Prozent glauben, dass es bis 2030 zu einer Umweltkatastrophe kommen wird, die das Bild von Europa wesentlich verändern wird.

39 Prozent glauben nicht an eine solche Katastrophe, 25 Prozent haben dazu keine Meinung. 41 Prozent denken, dass es schon in den kommenden knapp zehn Jahren zu einer neuerlichen Pandemie wie Covid-19 kommen wird. 30 Prozent denken das nicht und 29 Prozent haben keine Meinung dazu.

Die Befragungen für die Langzeitstudie in den Jahren 1986 bis Dezember 2021 wurden telefonisch und online mit jeweils 500 bis 800 Österreichern ab 16 Jahren durchgeführt. Die maximale Schwankungsbreite liegt bei +/-3,5 bis 4,4 Prozent.

Erstaunliche Verschlechterung beim Thema Gleichstellung

Generell zeigen die Langzeit-Erhebungen von OGM ein stabiles Bild: Der Optimismus und der Pessimismus der Österreicher haben sich über die Jahrzehnte kaum verändert. So glaubten 1986 69 Prozent, dass das Leben in den kommenden 10 bis 15 Jahren schwerer wird. 23 Prozent meinten, dass es gleich bleiben wird und acht Prozent erwarteten eine Verbesserung. Heute glauben ebenfalls nur acht Prozent an ein besseres Leben, 24 Prozent denken, dass es gleich bleiben wird und 58 Prozent befürchten eine Verschlechterung (zehn Prozent haben keine Meinung dazu).

Eine erstaunliche Verschlechterung bzw. Ernüchterung hat es in der Frage gegeben, ob Frauen den Männern in Zukunft im Beruf völlig gleich gestellt sein werden. 1986 waren noch 39 Prozent der Überzeugung, dass es bis 2000 eine völlige Gleichstellung geben wird. Der Anteil dieser Optimisten sank bis 2005 auf 32 Prozent und 2012 auf 23 Prozent. Heute glauben nur mehr 19 Prozent an die völlige Gleichstellung bis 2030.

Absolute Mehrheit glaubt an steigende Kriminalität

Große Veränderungen hat es auch in der Einschätzung, wie sich die Bedeutung der Katholischen Kirche entwickeln wird, gegeben. 1986 waren 53 Prozent der Meinung, dass diese gleich bleiben wird, 35 Prozent glaubten an einen Bedeutungsverlust und zehn Prozent an einen Bedeutungsgewinn. Heute sind nur mehr drei Prozent der Meinung, dass die Katholische Kirche an Bedeutung gewinnen wird, 70 Prozent glauben hingegen, dass sie weiter an Bedeutung verlieren wird.

Gleich geblieben ist dagegen das Meinungsbild der Österreicher zum Thema Kriminalität. Eine absolute Mehrheit erwartete sich damals wie heute einen Anstieg der Kriminalität. Pessimistischer geworden sind die Österreicher in Hinblick auf die Vermögensverteilung. Heute glauben ganze 66 Prozent, dass die Menschen hierzulande bis 2030 ärmer sein werden, nur vier Prozent denken, dass sie reicher sein werden. 1986 waren nur 40 Prozent der Meinung, dass die Menschen ärmer werden, eine Mehrheit von 46 Prozent glaubte, dass die Verhältnisse gleich bleiben werden, elf Prozent erwarteten einen Zuwachs bei den Vermögensverhältnissen.

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Danke für Ihr Verständnis.

goergXV
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???

"Noch ist vielen nicht klar, was die schöne, grüne Nachhaltigkeit kostet und wer sie am Ende begleichen darf. Für die allermeisten wird die grüne Rechnung unbezahlbar."
Sahra Wagenknecht (ehemalige Fraktionsvorsitzende DER LINKEN in Deutschland und Ehefrau von Oskar Lafontaine)
Sicherlich KEINE, die der Wirtschaft und den Konzernen nahe steht ...

Patriot
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@georgXV: Noch ist vielen nicht klar,

was der Klimawandel kosten wird!
Jedenfalls 1000x mehr, als die schöne grüne Nachhaltigkeit!

rochuskobler
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Weil sie Realisten sind!

..man darf die Österreicher nicht unterschätzen. Sie haben ein Gspür dafür, was geht und was nicht geht. Deutschland hat’s vorgemacht, wenn man dieses Gspür nicht hat. Nach 10 Jahren Energiewende haben die Deutschen heute den höchsten Haushaltsstrompreis von ganz Europa, erreichen ihre geplanten Umweltziele nicht, haben keine Leitungen, keine Speicher und verheizen nach wie vor Unmengen von Kohle. Dafür drehen sie die CO2 freundliche Atomkraft ab. Die deutsche Energiewende ist ein Schrecken ohne Ende. Darum glauben die Österreicher nicht an die Energiewende, eigentlich gscheit.

Patriot
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@rochus... : Es ist leicht Realist zu sein,

wenn man nichts zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen will!