ÖVP in der Krise"Die Länder werden die Zügel straffer ziehen"

Das Machtvakuum, das Sebastian Kurz in der ÖVP hinterlässt, wollen die Länder füllen. Die Partei steht vor turbulenten Zeiten. Eine Analyse.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Beim Parteitag im August wurde Sebastian Kurz noch mit 99,6 Prozent wieder gewählt. Nun wollen die Länderchefs die Partei neu ordnen. © (c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)
 

Die Ära Kurz begann, wie sie endete: Mit einer persönlichen Erklärung. "So wie’s war, kann es nicht bleiben", sprach der damalige Außenminister am 12. Mai 2017 zwei Tage, nachdem Reinhold Mitterlehner zurückgetreten war, und meinte damit die Volkspartei. Innerhalb von zehn Jahren hatte die ÖVP vier Parteichefs verbraucht, Wähler verloren und eine desaströse Bundespräsidentenwahl geschlagen. Kurz wollte die Veränderung übernehmen - aber er stellte Bedingungen: "Derjenige, der der Führung übernimmt, muss die inhaltliche Linie vorgeben und Personalentscheidungen treffen dürfen", verlangte er. Zwei Tage später gab der Parteivorstand ihm alles, was er wollte. Kurz veränderte die ÖVP inhaltlich, personell, organisatorisch. Sogar die industrieerdige Parteifarbe der Konservativen überpinselte er. Türkis war das neue Schwarz.

Kommentare (10)
helmutmayr
0
12
Lesenswert?

Die ÖVP

kann nur hoffen, dass die Ermittlungen nach dem Verbandsveranwortlichengesetz nicht schlagend werden. Sonst stellte sich die Frage: Ist der Mafiaparagraf (wie einst bei den Tierschützern, die dann frei gesprochen wurden) anzuwenden oder handelt es sich um eine kriminelle Organisation oder bloß um eine kriminelle Vereinigung.
Wie immer die Verfahren gegen Personen oder Partei ausgehen werden., die ÖVP ist schwer angeschlagen.

imogdi
21
30
Lesenswert?

Die TÜRKISEN haben

ihren HEILIGEN, ach so verherrlichten Götzen verloren - auf zu neuen Wegen!

Junge Blender haben der ÖVP wirklich nur geschadet - selber schuld, wenn die Partei sich selbst zum AFFEN macht ... :-))))))

Staberll
9
28
Lesenswert?

Jetzt oder nicht mehr

Völlige Neuaufstellung, sachbezogene Regierungsarbeit, ohne Trickserei muss die Devise sein.
Heißt auf Deutsch Ende für den türkisen Klüngel. Köstinger, Blümel als Loyalisten,
Schramböck wegen erwiesener Unfähigkeit müssen gehen, desgleichen alle türkisen Kabinettsmitglieder in den Ministerien, insbesondere im Kanzleramt.
Dann wird man sehen. Ansonsten gute Nacht, ÖVP

Lepus52
1
24
Lesenswert?

Tabula rasa

Wenn die ÖVP halbherzig die Regierung beschickt, wird sie bei der nächsten Wahl aufwachen und das könnte unter Umständen sehr bald sein.

doriangray
12
37
Lesenswert?

Als Nachfolger geht nur Nehammer,

denn die ÖVP-Ministerinnen haben sich ja als beschränkt kompetente Kurz-Sprechpupperl entpuppt. Wenn man den Kurz-Fanklub der Hörigen abzieht, wird die ÖVP-Personaldecke so dünn, dass die Nacktheit jedes Kind erkennen kann.

multifire
9
47
Lesenswert?

Alles neu

Am besten wäre wenn Herr Schützenhofer auch die Reißleine zieht und sich verabschiedet

sunny1981
2
26
Lesenswert?

Mitsamt Drexler und Bogner-Strauß

.

gehtso
17
29
Lesenswert?

schon richtig,

"Der Plan ging auf: Kurz gewann die vom Zaun gebrochene Wahl, " Aber keiner redet mehr davon, dass ihm das nur mit einer Wahlkampkostenüberschreitung um das Doppelte und dem erfolgreichen Fischen im Blauen Lager - Stichwort Migration - gelungen ist.
Und dann waren (leider) noch sehr darunter, die ihm alles geglaubt haben und das Marketingkonzept nicht von Anfang an durchschaut haben.
Da darf es nicht wundern, wenn in den Medien der USA viele vom Trumpismus sprechen, wenn sie über das Sytem Kurz berichten.

Rinder
7
30
Lesenswert?

ÖVP

Die Landeschefs der ÖVP ergeben ein trauriges Bild. Außerdem mehr Stärke für die Länder ist teuer und unsinnig. Wir brauchen gleiches Recht und gleiche Leistungen für alle Österreicher. Da kommen wir dann mit einer Regierung und erweiterter Verwaltung aus. Keine Privilegien mehr für Beamte. So werden wir uns sehr viel Geld und Ungerechtigkeit ersparen.

Hildegard11
13
28
Lesenswert?

Extra omnes ( alle hinaus) heißt ed im ....

...Vatikan vor der Wahl. Die Länderchefs wären gut beraten, alles ( besonders Sobotka, Blümel, Köstinger und auch Nehammer) hinauszuschicken. Sonst Neuwahlen und die ÖVP stark geschwächt .