1G und Gratis-TestsWelche Corona-Verschärfungen am Mittwoch zu erwarten sind

Im Osten Österreichs hat die Schule begonnen und auch die Politik nimmt wieder Fahrt auf. Am Mittwoch berät sich die Bundesregierung wieder mit Experten und Landeshauptleuten über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die nächste Welle. Bei Maskenpflicht, Testgültigkeit und der Nachtgastronomie stehen Änderungen bevor.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Am Mittwoch werden Kanzler Kurz und Gesundheitsminister Mückstein wieder gemeinsam vor die Presse treten.
Am Mittwoch werden Kanzler Kurz und Gesundheitsminister Mückstein wieder gemeinsam vor die Presse treten. © APA/Herbert Neubauer
 

Bei den Verhandlungen werden wohl zwei Themen im Fokus liegen, die die aktuelle Welle bremsen und die Impfquote erhöhen sollen. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) hat sich schon vor einiger Zeit für eine 1G-Regel in der Nachtgastronomie ausgesprochen, kürzlich hat er diesen Vorschlag auch um Apres-Ski-Bars erweitert. Am Sonntag stieg auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in dieses Boot ein: "Bevor wir die Nachtgastronomie ganz zumachen sollen wenigstens Geimpfte die Möglichkeit haben, dort hinzugehen", sagte er am Sonntagabend im Interview mit Servus TV. Ob die 1G-Regel auch für weitere Bereiche kommt, wird sich erst am Mittwoch zeigen. Die Nachtgastronomie sieht sich dadurch aber ungerecht behandelt, dort würden derzeit wenige Infektionen stattfinden, sagt Stefan Ratzenberger, Obmann des Verbandes Österreichischer Nachtgastronomen (VÖNG).

Weiter Gratis-Tests?

Über den Sommer wurde immer wieder darüber diskutiert, ob Corona-Tests im Herbst weiter gratis bleiben sollen. Die Trennlinie verläuft in den Bundesländern entlang der Parteigrenzen. Die drei Landeshauptmänner der SPÖ – Michael Ludwig, Hans Peter Doskozil und Peter Kaiser – kündigten an, Tests in absehbarer Zeit weiterhin kostenlos anzubieten. Mehrere ÖVP-Landeshauptleute deuteten an, zumindest darüber nachzudenken, ob man "Gratis-Tests auf Dauer aufrechterhalten kann", wie es Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer Anfang August im Interview mit der Kleinen Zeitung formulierte und diese Debatte überhaupt ins Rollen brachte.

Am Wochenende hat Stelzer, der sich am 26. September der Wahl stellt, aufgrund der aktuell steigenden Zahlen seine Meinung geändert: "Angesichts der aktuellen Entwicklung ist eine offensive Teststrategie die einzige Möglichkeit, um ein Zusperren zu verhindern und vor allem auch einen sicheren Schulstart zu gewährleisten", sagte er am Montag der „Kronen Zeitung“.  Auch das Rote Kreuz bezeichnete vergangene Woche eine Ende der Gratis-Tests als "kontraproduktiv".

Uneins ist sich die Regierung noch bei einer Rückkehr zur FFP2-Maskenpflicht und einer Ausdehnung der Maskenpflicht auf weitere Innenräumen. Im Gesundheitsministerium spricht man sich dafür aus, im Bundeskanzleramt ist man zurückhaltend. Auch innerhalb der ÖVP gibt es aber unterschiedliche Zugänge: Insbesondere Touristiker mahnen verstärkt zu strengeren Maßnahmen, um keine Reisebeschränkungen aus dem Ausland zu riskieren.

Diskutiert wird auch darüber, wie lange Coronatests gültig bleiben dürfen. Vorbild könnte hier Wien sein, wo Antigen-Schnelltests nur 24 statt 48 Stunden, und PCR-Tests 48 statt 72 Stunden gelten. In Wien ist auch bereits in Kinos oder generell im Handel ein Nasen-Mundschutz zu tragen.

Schulbeginn im Osten

Unterdessen hat am Montag in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland das Schuljahr mit der angekündigten Sicherheitsphase begonnen. In den kommenden Wochen müssen die Schülerinnen und Schüler drei Tests pro Woche machen, einer davon muss ein PCR-Test sein. Sowohl Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) als auch Wiens Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos), möchten den Präsenzunterricht im Herbst beibehalten: "Wir haben uns gut vorbereitet und bei einer höheren Inzidenz werden auch mehr Sicherheitsmaßnahmen notwendig sein", sagte Wiederkehr am Sonntagabend in der Zeit im Bild 2.

Kommentare (12)
wischi_waschi
0
1
Lesenswert?

Aerztepräsident

Danke ich weiß schon wen ich wähle.......
Sicher nicht die jetzige Obrigkeit!

Giuseppe08
59
21
Lesenswert?

Florida verhängt Geldstrafe

5.000 US $ für Unternehmen und Schulen, die einen Impfnachweis verlangen.
Unsere Politiker und auch Ärzte müssten auch Strafen zahlen für ihre sinnlosen Forderungen

wollanig
15
22
Lesenswert?

Pepperl

In Florida steigen die Todesfälle massiv an.

Giuseppe08
10
17
Lesenswert?

@wollanig

In Israel (lt. Pfizer deren Impflabor) noch mehr.

Giuseppe08
44
32
Lesenswert?

Selbst bei 100% Impfquote

wird es Neuinfektionen und Tote geben. Da haben sich die Geimpften von Politik und Pharma täuschen lassen.
In Israel wird schon die 4. Impfung vorbereitet. Zusätzlich ist der Ausblick alle 6 Monate eine Auffrischungsimpfung erforderlich.
"Definition von Wahnsinn ist, immer dasselbe zu tun und auf andere Ergebnisse hoffen", sagte schon Einstein

HRGallist
13
32
Lesenswert?

1G und Gratis-Tests

Ebenso wenig wie in Ischgl hat sich auch in der Nachtgastronomie nie jemand infiziert, weil die „Verantwortlichen“ wo auch immer, nach ihren eigenen Angaben alles richtig gemacht haben, damit die Kasse so lange wie möglich stimmt. Und die aktuellen Fernsehaufnahmen von diesen Lokalitäten sind selbstverständlich „tendenziös“ zusammen- und aus jedem Zusammenhang herausgeschnitten.

Stony8762
26
40
Lesenswert?

---

Aus meiner Sicht läuft es auf eine Impf-Pflicht hinaus. Denn wenn man Erstgeimpfte dazurechnet, kommen wir nicht mal auf 62%. Das ist zu wenig! Da werden wir im Herbst/Winter die 10000er-Grenze an Neuinfizierten übertreffen. Was das für die Intensivstationen bedeutet, dürfte klar sein!

Stemocell
35
27
Lesenswert?

Nach welche Definition sind 62% zu wenig?

Hast du das erfunden, Stony, oder plapperst einfach irgendwem nach?
62% sind mehr als ausreichend, wenn man bedenkt, dass das Virus für über 99% der Infizierten harmlos ist.
97% aller Verstorbenen waren 60 Jahre oder älter, wozu muss ich alle, vom Säugling bis zum Hundertjährigen durchimpfen?

Kariernst
1
7
Lesenswert?

Sperr dich doch

Keine Impfung, keine Maske und große Töne von sich geben so werden wir die Pandemie nicht mehr los weiter so liebe Verschwörungstheoretiker .
Wisst ihr eigentlich warum die Autoindustrie unter den Chip Mangel leidet? Nein
Ich kann es euch sagen die wurden alle für die Impfung gebraucht.

Hildegard11
30
32
Lesenswert?

Verschwindet.....

....endlich mit diesen unsäglichen FFP2 Monstren. Impfen und alles freigeben.

wollanig
24
20
Lesenswert?

Lieber Maske

wie Impfschäden.

Kariernst
19
13
Lesenswert?

Schade

Dein Schaden kann durch die Impfung nur besser werden