Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

TourismusSPÖ will verpflichtende Mitarbeiter-Test alle zwei Wochen

Parteichefin Rendi-Wagner fordert einen "nachvollziehbaren Fahrplan" für Betriebe bei positiven Fällen, Kritik ihres Parteikollegen Doskozil will sie nicht kommentieren.

SPOe PRESSEKONFERNZ 'CORONAVIRUS - AKTUELLE ENTWICKLUNG': RENDI-WAGNER
© APA/HERBERT NEUBAUER
 

Die SPÖ fordert bei den Corona-Tests im Tourismusbereich eine bessere Strategie und ein Hochfahren der Testkapazitäten. Es brauche für alle Tourismus-Mitarbeiter "flächendeckende, regelmäßige Covid-Tests in ganz Österreich" - und zwar verpflichtend und im Zwei-Wochen-Intervall, forderte SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner am Donnerstag. Denn auf freiwilliger Basis wie bisher funktioniere das nicht. Auch verlangt sie einen klaren Fahrplan für Tourismusbetriebe für den "Ernstfall".

Das Krisenmanagement müsse klar in Bundeshand sein, so die ehemalige Gesundheitsministerin auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher. Die Tests sollten durch die Bundesregierung einheitlich organisiert und finanziert werden, "das kann man nicht auf die Bezirke abschieben".

Rendi-Wagner verwies darauf, dass Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) ja bei der Vorstellung der Test-Pläne im Tourismus ein Budget von 150 Mio. Euro für die entsprechende Kampagne und die Tests angekündigt hatte. "Genau dieses Geld muss dafür eingesetzt werden", sagte sie.

Scharfe Kritik an Regierung

Scharfe Kritik übten Rendi-Wagner wie Kucher auch grundsätzlich am bisherigen Umgang der Regierung mit den Corona-Tests. "Es wird nach wie vor in Österreich zu wenig und viel zu langsam getestet. In einigen Ländern Europas geht das in wenigen Stunden". Die Testergebnisse würden dort in vier bis fünf Stunden vorliegen, hierzulande dauere es nach wie vor fünf bis sechs Tage. "Man hat sich in diesem Bereich nicht verbessert", so die Parteivorsitzende. "Fünf Monate Corona-Erfahrung hätten (Bundeskanzler Sebastian, Anm.) Kurz und seinem Team reichen müssen, um die richtigen Lehren zu ziehen. Diese sind aus meiner Sicht nicht zur Genüge gezogen worden."

Für den Tourismus hatte Köstinger ja Testkapazitäten von bis zu 65.000 Tests pro Woche angekündigt, erinnerte Rendi-Wagner. Jetzt sei man hier nicht einmal bei zehn Prozent dieser Zahlen. Die Vorgänge im Tourismusort St. Wolfgang hätten auch aufgezeigt, dass es bisher an klaren, einheitlichen Leitlinien, vor allem im Tourismus, gemangelt habe. Kucher unterstrich die Kritik und zeigte sich verwundert darüber, dass das Tourismusministerium just am heutigen Tag einen Leitfaden wie von der SPÖ gefordert ("zum Umgang mit COVID-19 (Verdachts-)Fällen") veröffentlichte. "Schön, dass ihr langsam munter werdet", sagte er in Richtung Köstinger. Diesen "mitten in der Hochsaison" zu bringen, sei aber zu spät.

"Verdachtsmomente"

Kritisch kommentierte Kucher neuerlich auch Medienberichte, wonach ÖVP-nahe Berater bei den Vorarbeiten zur Erstellung der Teststrategie im Tourismus eingebunden gewesen waren. Es steht der "Verdacht im Raum", dass einige "das Geschäft ihres Leben" bei den Corona-Tests machen, meinte er dazu sowie zu Berichten, wonach nur bestimmte Laborinstitute mit den Tests beauftragt worden seien. Rendi-Wagner meinte dazu, es gebe hier offenbar zumindest "Verdachtsmomente".

Grundsätzlich begrüßt wurde von Rendi-Wagner die Idee der Einführung einer Corona-Ampel, diese komme aber zu spät. Bisher wisse man auch nur, dass diese mehrere Farben haben wird, "aber nicht, was die Konsequenz" bei den jeweiligen Warnstufen sein wird. "Wir wissen gar nichts über die Ampel." Unverständnis äußerte sie auch darüber, dass das Instrument erst im Herbst in Regelbetrieb gehen soll. "Warum erst im Herbst, das ist zu spät, das ist am Ende der Tourismussaison in Österreich." Einen klarer Leitfaden hätte spätestens zum Zeitpunkt der Lockerungen auf dem Tisch liegen und die Ampel im Frühsommer in Betrieb genommen werden müssen.

Zum Aus der Strafen für den 1-Meter-Abstand (der berühmte "Babyelefant") als indirekte Folge des VfGH-Urteils sagte Rendi-Wagner, sie setze auf Eigenverantwortung. Sie glaube zwar nicht, dass diese gesetzliche Lücke unbedingt geschlossen werden müsse. Sofern hier ein Vorschlag vorliege, werde sich die SPÖ das aber ansehen. "Ich kann mir vorstellen, dass wir so etwas mittragen."

Kein Kommentar zu Doskozil

Rendi-Wagner will die Querschüsse von Burgenlands Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil (SPÖ) gegen ihre Person nicht kommentieren. Am Donnerstag hatte er nach mehrmaliger Kritik an der Bundes-SPÖ auch in Zweifel gezogen, ob Rendi-Wagner die beste Spitzenkandidatin für die nächste Nationalratswahl wäre. Rendi-Wagner verwies als Reaktion auf die Mitgliederbefragung vom Mai.

Im Ö1-"Morgenjournal" meinte Doskozil, die SPÖ sollte grundsätzlich auf den- oder diejenige mit den besten Zustimmungswerten setzen. Die SPÖ-Vorsitzende wollte darauf am Rande einer Pressekonferenz nicht weiter eingehen und verwies auf die Mitgliederbefragung, bei der sie klar von den SPÖ-Mitgliedern bestätigt worden war: "Wir haben im Mai dieses Jahren das Ergebnis der Mitgliederbefragung gehabt mit einer historischen Beteiligung". Das "eindeutige Votum" von 96 Prozent der Teilnehmer habe ergeben, dass die Sozialdemokratie "intern diskutieren und geeint auftreten" solle. Daher "gibt es das nicht weiter zu kommentieren, ich respektiere dieses Votum von 96 Prozent der Mitglieder", so die Vorsitzende.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

sunny1981
2
16
Lesenswert?

Tests

Frau Rendi nicht immer nur fordern
sondern kommen sie gleich mit Lösungen wie es zu Bewerkstelligen ist.
Woher die Tests, Personal, Transporte der Tests zu den Laboren wo sind die Labore die auswerten

SoundofThunder
11
2
Lesenswert?

65000 Tests pro Woche

Köstinger

Pelikan22
0
2
Lesenswert?

Und wieviel will PRW?

Bei einem gewissen Gewerbe wird auch regelmäßig getestet. Trotzdem sind die Lokale zu!

Ka.Huber
4
16
Lesenswert?

Urlaub

ist offensichtlich beendet, ihr täglicher Rülpser ist wieder da...

SoundofThunder
13
2
Lesenswert?

😏

Ihrer auch.

Ka.Huber
0
7
Lesenswert?

ich

verstehs ja, ist halt ärgerlich wenn man als Roter sich mit solchem Personal herumschlagen muss. Aber 20 Jahre Opposition sind gut für eine Erneuerung, solange wird es nämlich brauchen bis alle roten Bonzen weg sind vom Futtertrog.

ichbindermeinung
5
1
Lesenswert?

die ca. 47.000 österr. Politiker der Vorbildfunktion wegen testen

man könnte wegen der Vorbildfunktion u. zum besseren Verständnis für die Bürger auch die ca. 47.000 österr. Politiker auf EU/Bd./Ld./Gmd.ebene laufend testen, damit man eine gute Datengrundlage aus ganz Ö für den Herbst erhält.

tim29tim
0
11
Lesenswert?

Vom Burgenland über Wien bis Tirol

...haben in der SPÖ die Männer das Sagen - PRW wird nicht ernst genommen.

Pelikan22
0
1
Lesenswert?

Sie heißt doch Pamela ...

und nicht Ernst! Der D. heißt wenigstens Hans-Peter!

wischi_waschi
8
5
Lesenswert?

Selbständig

Die Selbständigen sind den Beamten ausgeliefert.
Wie viele Betriebe gehen und werden Pleite gehen, es kommt nur mehr Nonnsens
Ich, kann keinen mehr sehen , von diesen Regierungsmitglieder.
Wähle auch keinen mehr, bestimmt nicht mehr.

dude
13
6
Lesenswert?

Eine gute Idee, diesmal von der SPÖ!

Verpflichtende Mitarbeiter-Tests in der Gastronomie wären nur zu begrüßen! Mir stellt sich die Frage, warum dies nicht schon seit der Wiederöffnung Ende Mai so ist! Angekündigt wurde es ja, dass der Wörtherseeraum u.a. eine Vorzeigeregion mit durchgetesteten Mitarbeitern sein wird! Aber wenn's "nur" freiwillig ist, sehen Sie was herauskommt. Schauen Sie sich die erschreckend niedrigen Zahlen an Tests an, denen sich die Tourismusmitarbeiter unterziehen. Die Teststationen stehen gratis zur Verfügung und kaum einer nutzt sie.
Und kein Mensch soll mit "Einschränkung der persönlichen Freiheit" kommen! Es gibt im Moment so viele Branchen und Berufsgruppen, bei denen ein verbindlicher Corona-Test gefordert und auch durchgeführt wird.

Miraculix11
5
11
Lesenswert?

Gute Idee?

Es arbeiten eh nur 300.000 Leute im Tourismus. Davon jeden 2x/Monat testen ergibt 600.000 Tests. Dafür gibts weder die Labore noch die Testkits in Österreich.

dude
2
4
Lesenswert?

Lieber Miraculix!

In Velden und in Pörtschach sind die Gratis-Teststationen in den Gemeindeämtern stationiert. Wenn Sie mir nicht glauben, dass die Herrschaften dort mehr oder weniger "arbeitslos" sind, fragen Sie bitte vor Ort nach!
Es gibt dort sehr, sehr viel freie Kapazität, die definitiv nicht genutzt wird. Die Leute (Arbeitgeber und Arbeitnehmer) im Tourismus WOLLEN nicht getestet werden.
Sinnvoll wäre eine Testung allemal!
Aber wie sagen viele "g'scheite" Leute: "Keine Testungen, keine Covid-Fälle!"

Miraculix11
0
1
Lesenswert?

Lieber Dude

Jeder Test kann sinnvoll sein, aber
a) niemand in Österreicht kann 600.000 Tests im Monat machen und das war die utopische Forderung von Rendi Wagner.
b) Wieso gerade der Tourismus? Wäre es nicht sinnvoller die 300.000 Mitarbeiter in Gesundheitsberufen zu testen, die Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen. Dort sind die betreuten alten Leute gefährdet. Auch diese 300.000 gehen sich nicht aus, da sind wir viel schwächer als zb. die Chinesen. Weil bei uns überhaupt viel schiefläuft im Umgang mit Corona.

Balrog206
0
3
Lesenswert?

Naja

Weil man medial Tod gemacht wird falls einer positiv wäre ! Betrieb könnte gleich wieder dicht machen !

SoundofThunder
13
4
Lesenswert?

😏

Hat nicht eure Köstinger von 65000 Tests pro Woche geschwafelt?

shorty
0
6
Lesenswert?

65000x4=260000

Da fehlen aber auch noch einige auf 600000. Aber mit dem Rechnen hat es ja eure PRW nicht so ;-)

Balrog206
3
6
Lesenswert?

Ja

Sie hat nicht damit gerechnet das sich die roten Mitglieder strikt an die 90/10% Kz halten ! Mit 10% Arbeitszeit können sie gar nicht so viele Tests machen ! Sie schwitzen und fürchten sich schon vorm Oktober wenn mind 30% gearbeitet werden muss 😂😂 !

SoundofThunder
9
0
Lesenswert?

🤔

Für die Türkisen wären sogar die 10% zuviel Arbeit. Wie es alle wissen habt gerade IHR zwei Linke Hände😂

Balrog206
0
1
Lesenswert?

Sound

Komischerweise hört man doch nur von pur pur rot mehr Geld weniger Arbeiten ! Die haben’s e schon einen Schreibtisch gegeben da in der Werkshalle unbrauchbar ! Aber Betriebsausflüge organisieren da sollst spitze sein ! Und irgendwo wirst auch noch a jause für alle für unterwegs schnorren !

Pelikan22
0
1
Lesenswert?

Ihr "Schmäh" ...

kommt vom Schrottheini! Der ist schon mehr als rostig!

herwag
5
18
Lesenswert?

:-)))

... super die quasseltante ist wieder da - hatte schon vermutet dosko hätte sie endgültig abgeschossen ..