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Christoph SchönbornKardinal zur Kopftuchdebatte: Statt Verbot auf Bildung setzen

Kardinal Christoph Schönborn will in Sachen Kopftuchverbot auf Bildung statt auf Verbote setzen.

Kardinal Christoph Schönborn
Kardinal Christoph Schönborn © (c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
 

Es müsse in einer pluralistischen Gesellschaft möglich sein, verschiedene religiöse Symbole im öffentlichen Raum zu haben, erklärte Kardinal Christoph Schönborn am Samstag in der Ö1-Reihe "Im Journal zu Gast".

"Das Entscheidende ist aber, dass über die Bildung Fehlentwicklungen, die auch mit religiösen Zeichen verbunden sein können, möglichst vermieden werden", so Schönborn. Die Bischofskonferenz habe bereits vor Monaten zu diesem Thema Stellung genommen. Der Akzent sollte weniger auf dem Verbieten, sondern mehr auf dem Erziehen liegen, erklärte der Kardinal.

Konversionen gehören zur Religionsfreiheit

Im Zusammenhang mit behördlichen Befragungen von konvertierten Asylbewerbern merkte Schönborn grundsätzlich an, dass Konversionen zur Religionsfreiheit gehören. Dies verstehe er auch als "Botschaft an alle Religionsgemeinschaften". Er sei der Meinung, dass das Urteil, ob jemand einer Glaubensgemeinschaft angehöre oder nicht, der jeweiligen Religionsgemeinschaft zusteht, so Schönborn. Schließlich habe man die Konvertiten oftmals ein Jahr auf die Taufe vorbereitet.

Die Behörden, mit denen die Zusammenarbeit grundsätzlich sehr gut verlaufe, sollten diesbezüglich den Religionsgemeinschaften vertrauen. Denn die Abschiebung in ein mehrheitlich muslimisches Land kann "für so jemanden lebensgefährlich werden", argumentierte der Kardinal.

Kommentare (8)

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UHBP
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Statt Verbot auf Bildung setzen

Schön, aber die rechten Politiker werden sich doch durch Bildung der Bevölkerung nicht die eigene Wählerschicht abgraben.
Die Rechtspopulisten fürchten Bildung genau so, wie der Teufel das Weihwasser.

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Balrog206
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Aso

Spielst du auf die Wähler an die ehemals Spö gewählt haben?

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Civium
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Die armen Nonnen,

werden ihre Kopftücher auch verboten?

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Pelikan22
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Ich vermute ...

du bist mit einer Badehaube auf die Welt gekommen.

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3770000
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Darum gibt es kein Kopftuchverbot für Lehrerinnen...

... denn da wären auch die Nonnen dran. Den Rechten geht es auch nicht um Befreiung von Mädchen und Frauen sondern nur ums Muslime-Trietzen. Würde man dies alles wirklich ernst nehmen, so müsste dieser schädliche Religionsplunder generell verschwinden.

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tomtitan
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Schon mal was von Ordenstracht gehört?

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ordner5
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Exzellenz,

nicht alle Einheimischen sind lebensfremd.

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wjs13
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Statt Verbot auf Bildung setzen

Dafür fehlen jedoch 3, nicht gerade unwichtige Komponenten:
1. Welche Bildung
2. Die Ausbilder/Lehrer
3. Personen die sich auch bilden lassen

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