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ElefantenrundeDie Spitzenkandidaten im großen Schlagabtausch

Die sechs Spitzenkandidaten treffen am Donnerstag auf Einladung der Kleinen Zeitung zusammen. Es ist dies die erste und einzige Elefantenrunde außerhalb von Wien - noch dazu vor einer großen Zuschauerkulisse.

Sebastian Kurz, Pamela Rendi-Wagner, Norbert Hofer, Beate Meinl-Reisinger, Peter Pilz und Werner Kogler © kk
 

Es ist einer der ersten Höhepunkte zum Auftakt der heißen Phase des Nationalratswahlkampfs. Auf Einladung der Kleinen Zeitung, der Presse und der anderen Bundesländerzeitungen kommen am Donnerstag um 17 Uhr alle sechs Spitzenkandidaten zum großen Schlagabtausch im Salzburger Landestheater zusammen. Das Interesse an der Elefantenrunde ist groß, die meisten Privatsender, Puls24 (19 Uhr), Oe24 (19 Uhr) und auch Servus-TV (20.15 Uhr), übertragen die Debatte zeitversetzt in ihren Programmen, auch zahllose ausländische Medien haben sich angesagt.

Die Kleine Zeitung überträgt am Donnerstag live um 17 Uhr, als Moderatoren treten die Chefredakteure Antonia Gössinger (Kleine Zeitung) und Manfred Perterer (Salzburger Nachrichten) in Aktion. Im Anschluss daran werden die Auftritte der Spitzenpolitiker in einer schnelle Analyserunde bewertet, die Kleine Zeitung ist durch Innenpolitik-Chef Michael Jungwirth vertreten.

Mit Anfang September hat sich der Wahlkampf komplett ins Fernsehen verlagert, jeden Abend wird in einem zahllosen TV-Kanäle diskutiert und politisiert.Dass Sebastian Kurz, Pamela Rendi-Wagner, Norbert Hofer, Beate Meinl-Reisinger, Werner Kogler und Peter Pilz direkt aufeinandertreffen, hat absoluten Seltenheitswert. Wodurch sich die Salzburger Runde noch von anderen geplanten Duellen und Konfrontationen abhebt: Es ist dies die erste und einzige Elefantenrunde außerhalb von Wien. Und die Kleinen Zeitung und Bundesländerzeitungen laden nicht ins Studio mit schütterer Publikumskulisse, sondern ins Landestheater der Mozartstadt. Alle 650 Plätze sind seit Wochen ausverkauft.

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Danke für Ihr Verständnis.

ErichGolger
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Die Kandidaten waren gestern schon im ORF zu Gast


Außer gegenseitiger Anschuldigungen und ein paar Parteifloskeln war die Veranstaltung relativ wertlos. Gerade zum Thema Klimawandel konnten die Sechs nicht überzeugen, da sie zwar machbare Einzelaktionen innerhalb der Republik vorstellten, aber keinen Zentimeter über den Tellerrand blicken wollten. Nicht einmal ansatzweise wurden die tatsächlichen Probleme für die Zukunft der Menschen angesprochen, die auch der Moderator nicht abfragen konnte oder wollte.

Die Linderung des Klimawandels setzt ohne jeden Zweifel einen Wandel der Gesellschaft voraus. Und das weltweit. Da gibt es genau zwei Begriffe, die es zu analysieren gilt: einerseits die Globalisierung und andereseits das Schlagwort Wirtschaftswachstum.

Die Globalisierung ist als Übel ersten Ranges zu bezeichnen, weil sie durch die Verlagerung der Produktionsorte eine exponentielle Steigerung von Transporten und Reisen verursacht (zudem noch Arbeitslosigkeit in den Konsumländern).

Ungebremstes Wirtschaftswachstum: wohin soll denn die Wirtschaft wachsen? Schon jetzt landen infolge der Überproduktion bald mehr Lebensmittel im Müll, als verbraucht werden können. Ebenso Konsumgüter, die kaum gebraucht, schon wieder alt sind und ersetzt werden wollen.

Das wären die wirklichen Ansatzpunkte, die unsere Volksvertreter jedoch nicht in den Mund nehmen. Verärgern sie damit womöglich ihre Geldgeber und fürchten sich dadurch um ihre Jobs?

Das erforderliche Umdenken betrifft die gesamte heutige Gesellschaft - nur wer beginnt damit?

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PiJo
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Überproduktion und Konsumgüter, die kaum gebraucht, schon wieder alt

Ihrem Kommentar kann ich nur 100 % beipflichten. Aber diese Themen werden
nicht aufgegriffen, das bringt keine Parteispenden.

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UHBP
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Ich frage mich, wann endlich einmal kritisch nachgefragt wird.

Wenn Kurz gegen eine Erbschaftsteuer ab einer Million ist, mit der Begründung, dass er den Mittelstand schützen will, oder Hofer glaubt, dass damit das kleine Einfamilienhaus in Pinkafeld besteuert werden könnte. (In Österreich sind wahrscheinlich weit mehr 95% der Objekte wesendlich weniger wert)
Frage: Gehören für Kurz 95% der Österreicher, denn diese würde eine Erbschaftssteuer gar nicht treffen, zur Unterschicht? Die Faulen und Sozialschmarotzer aus Sicht der ÖVP und FPÖ. Glaubt Hofer tatsächlich, dass jede Hütte über eine Million wert ist?
Oder wenn Kurz gegen die Unterdrückung der Mädchen in der Schule ist, weil diese ein Kopftuch tragen "müssen".
Frage: Hat er kein Problem mit den unterdrückten Kindern, die ein Kreuz oder eine Kippa tragen müssen?

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