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Ex-FPÖ-Chef plant ComebackStrache: "Ich war noch nackt, als die Polizei gekommen ist"

In mehreren Interviews bezeichnet der Ex-FPÖ-Chef die Razzia in seinem Haus als "Akt der Willkür und des Unrechts". Die Vorwürfe seien ein "Vollholler", er halte auch Ermittlungen gegen ÖVP und SPÖ für angebracht. Er deutet auch eine Kandidatur in Wien an.

© AP
 

Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat am Freitag in mehreren Interviews erneut alle Vorwürfe in der Causa Casinos zurückgewiesen. Die Razzien hält Strache für einen "Akt der Willkür und des Unrechts, der fassungslos und entsetzt macht", sagt er etwa im "Standard". Verwundert zeigte er sich, dass nicht auch gegen Ex-Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sowie gegen die SPÖ ermittelt wird.

Gegenüber dem ORF sagte der an seinen (im Jahr 2017 getätigten) Aussagen auf Ibiza gescheiterte Ex-Vizekanzler zur Causa Casinos, er bestreite "jede Art" eines Deals mit Novomatic. Die Grundlage für die Ermittlungen bzw. die Hausdurchsuchungen vom Montag (u.a. bei Strache und Ex-FPÖ-Klubchef Johann Gudenus) sei eine anonyme Strafanzeige gewesen, "die substanzlos ist". Dies rechtfertige "keine Hausdurchsuchung und keine Handy-Beschlagnahmung", so Strache. Gegenüber oe24.at erklärt Strache auch: "Ich war noch nackt, als die Polizei gekommen ist. Es war ein echter Schock, so etwas privat zu erleben."

Strache im Zib2-Interview

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Es entstehe der "Eindruck, dass man es mit Willkür und einem Unrechtsakt und politischer Motivation zu tun hat", sagte der Ex-Parteichef laut einem bereits in Auszügen am Nachmittag ausgestrahlten Interview für die "ZiB 2" des ORF. Ähnlich äußerte er sich im "Kurier": "Die Hausdurchsuchung wurde willkürlich und ohne jegliche Grundlage durchgeführt. Das ist eine Farce." Und: "Die Vorwürfe sind völlig absurd und ein Vollholler. Sie hatte nur das Ziel, an mein Handy und somit an meine Daten zu kommen."

Strache sieht nach dem Ibiza-Skandalvideo seine politische Karriere nicht unbedingt als beendet an. Im ORF-Interview gefragt, ob die Wien-Wahl 2020 eine realistische Option für ihn sei, sagte der Ex-Parteichef: "Das ist eine Möglichkeit. Man soll nie etwas ausschließen."

"Habe eine saubere Weste"

Seine politische Zukunft sieht Strache jedenfalls in Wien: "Na selbstverständlich. Denn was heißt das denn? Dass man Menschen mit Dreck bewirft und da Anschuldigungen stellt, wo nichts dran ist, um sie dann politisch loszuwerden, das kann in der Demokratie nicht gelten", so der Ex-Vizekanzler zur "ZiB 2". "Ich habe eine saubere Weste. Und ich sage: Ich lasse mich nicht in dieser Art und Weise diskreditieren. Da werde ich kämpfen. Und ich sage, die animieren mich fast, dass ich darüber nachdenke, so rasch wie möglich auch politisch zurückzukommen und vielleicht in Wien ein Comeback zu starten."

Politikwissenschafter analysiert Strache-Interview

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Er werde Einspruch und Beschwerde gegen die Hausdurchsuchung einlegen, erklärt sein Anwalt Johann Pauer laut "Standard". Eine Razzia gegen einen Politiker auf Basis einer anonymen Anzeige sei nur zulässig, wenn diese sehr plausibel sei. Dies sei im gegenständlichen Fall aber nicht gegeben. Nicht einmal der Vorwurf gegen ihn, Strache, sei konkret, findet er.

Strache verwies in den Interviews darauf, dass in der anonymen Anzeige nicht nur er, sondern etwa auch Ex-Bundeskanzler und ÖVP-Chef Kurz erwähnt werde. "Dass dann keinerlei Ermittlungen bei der Person des Ex-Bundeskanzlers eingeleitet wurden, ist schon sehr eigenartig", meinte er gegenüber der "ZiB 2". Im "Kurier" sagte Strache, er verstehe nicht, warum bei ihm eine Razzia durchgeführt wurde, aber bei Kurz nicht, obwohl er mit diesem angeblich ein Abstimmungsgespräch rund um die Ernennung des Wiener FPÖ- Bezirksrates Peter Sidlo (Ende März 2019) zum Finanzvorstand des Glücksspielmonopolisten Casinos Austria AG geführt haben soll.

"Es ist doch ganz normal, dass man mit dem Regierungspartner über Nominierungen spricht", sagte Strache dazu. Auch laut "Standard" erklärte der zurückgetretene Ex-FPÖ-Obmann, er halte es für völlig normal, dass man sich bei wichtigen Posten mit dem Koalitionspartner koordiniere.

Im "Standard"-Interview hält Strache Ermittlungen nicht nur gegenüber der ÖVP, sondern auch gegenüber der SPÖ für angebracht: Denn auch Rot und Türkis würden in der Anzeige angeprangert. Laut Berichten von "Standard" wie auch "Kurier" findet sich in dieser tatsächlich die Ex-FPÖ-Klubchef Johann Gudenus zugeschriebene Passage, man könne mit "schwarzer schwesterlicher Hilfe die bisherigen roten Zuwendungen gut umleiten". Gefallen sein sollen die Aussagen eine Woche nach der Bestellung Sidlos zum Finanzvorstand des Glücksspielmonopolisten Casinos Austria AG in einer "kleinen Parlamentarier-Runde".

Gemeint gewesen sei laut "Standard" damit das Ausscheiden des früheren SPÖ-Manns im Casinos-Vorstand, Dietmar Hoscher, und die Bestellung von Bettina Glatz-Kremsner von der ÖVP zur neuen Chefin des teilstaatlichen Glücksspielkonzerns. Wenn hier in alle Richtungen gleichermaßen ermittelt werden würde, dann fände er das auch korrekt, erklärt der einstige Obmann der Freiheitlichen. So aber werde deutlich, dass es sich um ein "Politikum" handle. Auch soll Gudenus bei diesem Gespräch erklärt haben, man habe mit "Peter" (Sidlo, Anm.) "jetzt unseren Mann am Futtertrog. Der wird das richten", berichtet der "Kurier".

"Unterstützung für Novomatic"

Laut "Standard" ist in der Anzeige auch davon die Rede, dass sich Gudenus mit Strache abgestimmt haben soll, Novomatic im Gegenzug zur Sidlo-Bestellung "wohlwollende Unterstützung" in Glücksspielbelangen zu gewähren. Laut Strache ist das "Unfug". Er kenne Novomatic zwar von Firmenbesuchen, Anliegen seien aber nie an ihn herangetragen worden.

Im "Standard" untermauerte Strache seine Ansicht, wonach die Hausdurchsuchung "politisch motiviert" gewesen sei und mit den Nationalratswahlen in Verbindung mit Verweis auf die zeitliche Abfolge: Die anonyme Anzeige, auf die sich die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft stützt, stamme vom 21. Mai 2019. Erste Ermittlungshandlungen seien aber erst am 1. Juli gesetzt worden, das habe Strache dem Akt entnommen. "Man hat das nicht ernst genommen", so seine Schlussfolgerung. Mit Heranrücken des Wahltags sei die Sache dann interessant geworden, sagte er zum "Standard".

Kommentare (99+)

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fortus01
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ja, Herr Strache,

es waren wirklich Sie in IBIZA, und Sie haben die Aussagen getätigt, die eigentlich für eine Anklage gegen sie und Herrn Gudenus wegen Hochverrats ausreichen sollten, und Sie haben nicht genug Anstand, auch dafür einzutreten, sondern nehmen den Weg, erst mal alle anderen zu beschuldigen und daraus a "bsoffene G'schicht" zu machen.
So betrunken haben Sie gar nicht gewirkt, Sie haben weder langsamer gesprochen als sonst, noch gelallt, noch andere typische Reaktionen von Alkohol gezeigt.
Das wirkliche Problem ist genau diese hier zu Tage getretene, Ihre innerste Einstellung zur Politik und zur Demokratie.
Sie hätten ohne die Veröffentlichung dieses Videos konsequent an einer Medienpolitik nach der Art von Herrn Orban gearbeitet, allein anhand der Berichterstattung in Ungarn zum IBIZA -Video sieht man schon, wohin so eine Politik führt, usw., usw.
to be continued......

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nussrebell
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Moi...

... aber der Onkel Norbert hat doch schon gesagt dass wir uns noch wundern werden, was alles möglich ist..! 💡 Zum Trost, Herr Strache: auch andere Menschen wurden und werden im Morgengrauen nackt und ahnungslos aus ihren Wohnungen geholt. Nur die konnten und können sich keinen Anwalt leisten oder sich auch nur wehren. Und von Ihnen hören wir jetzt wieder tagelang "mimimi..." 🙄

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forumuser1
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der brave und fleissige

Strache, arbeitslos, soll doch hackln gehen und dadurch einen geregelten Arbeitstag zurückerlangen. Dann wäre er zwangsweise angezogen - nicht nackt - bei der/seiner nächsten Hausdurchsuchung.

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forumuser1
2
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ps, frechheit hoch drei:

die behörden müssen mit Strache aber dann trotzdem einen termin wegen der hausdurchsuchung , mindestens 3 wochen im voraus, machen.

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satiricus
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Der HC war nackt?

Aber nach dem Eintreffen der Polizei wird er hfftl. wohl wieder seine 'weiße Weste' angezogen haben?

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KlausLukas
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HC Strache nackt...

Geistige Nacktheit kennen wir von ihm schon. Jetzt auch noch köperliche - welch ekeliger Anblick für die Fahnder

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Chocabeck
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Keine Artikel mehr!

An die Redaktion der Kleinen Zeitung! Hören Sie auf, diesen Mann zu erwähnen!

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3770000
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Noch haben wir nicht Medien a la Orban...

Wenn der Herr Strache gemeinsam mit seinem Anwalt aufttaucht und Erklärungen abgibt, werden Medien darüber berichten müssen. Noch haben wir keine von schwarz-blau zach-zack eingerichtete Mediengesellschaft, in der die peinlichen Dinge der FPÖ nicht vorkommen und mit einem Telefonanruf beseitigt werden können. Die FPÖ hat nicht einmal Herrn Strache im Griff - und will diese Republik führen? Lächerlich.

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auer47
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Ich war nackt,,,

Ob die einschreitenden Polizisten den nackten HC wohl bekleidet haben????? Wenn ja, steht ihnen die Himmelstür offen. Bibelkundige wisse ja vom Jüngsten Gericht: Ich war nackt, und ihr habt mir Kleider gegeben.....

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ronny999
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Und ich war noch nackt

und die haben gelacht!!!! Die Polizei ist schuld - ich bin kein Gauner und wenn ich nackt bin gibt es nichts zu lachen - werdet noch schauen Zack Zack Zack!

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erzberg2
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Letztendlich

wird es statt der Regierungsbank, die Anklagebank werden. Der leichtfertige Umgang mit den Werten unsere Heimat hat Konsequenzen zu haben. Wie auch immer diese Leute haben den Eid auf die Republik welchen sie gelobt haben, gebrochen. Hochverrat.

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baldasar
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Bravo hce

Hoffentlich,die blauen abkassierer, selber unschuldige beschuldigen, falsche Gerüchte in die Welt setzen und sich dann als verfolgte bezeichnen.. hoffentlich greift die Justiz bei diesen Typen durch

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erzberg2
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Pfeiffen

Charakter, Anstand und Moral ist keine Größe bei den Blauen, das ist einmal fix. Die beiden Pfeiffen sollten wenigstens ihre Mitgliedschaft ruhend stellen oder sollte es ihnen angeraten werden. Diese dem Korruptionssumpf zugehörigen schaden unseren Land wie es außer Kurz noch keinem gelungen ist. Die Hülle - sprich Altkanzler - hat diesen Schaden grundsätzlich zu verantworten.

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redniwo
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Die Partei ist schuld?

Verehrte Redaktion, seid ihr noch zu retten? Zu titeln, es sei die FPÖ schuld, nicht der Wähler, wenn Strache ein mögliches comeback feiern sollte!? Gehts noch?
Ist es nicht ganz einfach so, dass der Grund, warum Strache immer noch herumgeistert, der ist, dass ihm die Wähler hunderttausende klicks auf seiner facebook Seite bescheren?
Am miesen Inhalt von Billigwürsten ist doch auch der Konsument schuld, der immer die billigsten Sachen kauft, oder etwa nicht?

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gerbur
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@redniwo

Für das Gammelfleisch ist bitte immer noch der Produzent verantwortlich. Die Zugabe von braunen Geschmacksverstärkern verschärft das Qualitätsproblem noch.

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redniwo
1
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Stimmt nicht ganz

Gammelfleisch ist verboten. mieses billiges Fleisch ist erlaubt.

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redniwo
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Dsher

Ist für Gammelfleisch der Produzent berantwori h, nicht aber für Billigst Produkte

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gerbur
1
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@redniwo

Lach! Stimmt !

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SoundofThunder
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🤔

Wenn der Strache ein Comeback feiern will , dann als Privatperson. Wenn die FPÖ ihn wieder nimmt wird er Ibiza nie mehr los.

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SoundofThunder
2
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Sorry

Wenn die FPÖ ihn wieder nimmt wird die FPÖ Ibiza nie mehr los.

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redniwo
1
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Richtig

Da haben sie recht.

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SoundofThunder
4
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Man stelle sich einen Rollentausch vor:

Kern statt Strache auf Ibiza. Was würden die Blauen lauthals und das zu Recht schreien: Rücktritt und Gefängnis!! Deswegen sage ich: Hebt die Immunität von Strache und Gudenus auf. Es besteht der Verdacht auf Hochverrat!!

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joiedevivre
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Immunität?

Gegen die beiden wird schon ermittelt und da sie kein Mandat mehr besitzen ist die Immunität aufgehoben.

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strohscw
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"Ich war noch nackt, als die Polizei gekommen ist"

So, jetzt ist mir endgültig der Appetit vergangen.

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koko03
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Zum 🤮🤮🤮🤮 der Typ ....

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panasonic11
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Strache

Was will der noch .Ab in die Versenkung .
Lass Österreich in Ruhe .

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