MorgenpostDie versuchte Kindsweglegung des Heinz Christian Strache

Der Morgenpost-Kommentar aus der Chefredaktion.

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© APA/AFP/JOE KLAMAR
 

"Ich bin das nicht"

Ein bizarrer Auftritt war das. Im Büro seines Rechtsvertreters saß am Freitag der ehemalige FPÖ-Chef, von der Seite streng fixiert vom besorgten Anwalt, gegenüber hatte der ORF-Reporter Platz genommen. Mit wachsendem Unmut beantwortete Strache die Fragen, die ihn mit all dem konfrontierten, was er seit der Veröffentlichung des sogenannten Ibiza-Videos wegzureden versucht: mit der Liste von Sponsoren, die seiner Partei Millionen zu geben bereit wären, an allen Prüfinstanzen vorbei; mit der Ankündigung, ein politisch unliebsamer Unternehmer würde Staatsaufträge nicht mehr bekommen, sollte er, Strache einmal regieren, dafür aber die Spenderin; mit der Phantasie von der Übernahme einer großen Zeitung, um sie den eigenen Zielen nutzbar zu machen. Das ganze hochgiftige Gebräu staats- und demokratiegefährdender Phantasien fand sich in den Fragen wieder. Strache hörte mit gerunzelter Stirn zu und schüttelte immer wieder den Kopf, als wären die Fragen, nicht aber seine Aussagen und Ideen empörend. Zu seiner eigenen Rolle fiel ihm an jenem Nachmittag nur ein Satz ein: „Das bin nicht ich“.

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Danke für Ihr Verständnis.

Henry44
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Herr Strache hat sich nichts vorzuwerfen

und Herr Kickl geht davon aus, dass sich die ganze Ibiza Story in Luft auflösen wird.

In Ibiza war ja nicht Herr Strache ("...nicht ich..."), sondern ein Mann, der Strache gespielt hat, wenn auch recht gut. Lediglich Herr Gudenus dürfte echt gewesen sein, er hat ja nur gedolmetscht und hatte sonst mit der Sache gar nichts zu tun.

A6TLUK0I30K939HI
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Danke, hervorragender Bericht Hr. Götz !!

Das sind Berichte und Stellungnahmen welche den Bürger richtig und korrekt informieren um sich ein Bild zu machen !!

CuiBono
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Auch von mir

Danke Herr Götz.

Der "Jemand" wird wohl der Wähler sein müssen.

Und zwar nicht nur den HC-tschick betreffend, sondern ganz allgemein die Würdigung der Politik der einzelnen Parteien, ihrer Proponenten und Vorhaben.

Ein wenig mehr Informieren und Nachdenken VOR dem Kreuzerlmachen wäre wohl sehr angebracht. Mir ist allerdings klar, dass ein Großteil der Wähler (eventuell ja von der politischen Nomenklatura durchaus gewollt) mit Alltagsproblemen derart zugeschüttet ist, dass er eigentlich gar nicht mehr zum Nachdenken kommt.

Wobei eigentlich EINE kleine Frage für jeden Einzelnen schon sehr viel Klarheit bringen könnte:
"Wem nützt es?"
Cui bono?!

ROMY1
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Die ständigen Ausreden des HC

Danke für den Beitrag !

Marmorkuchen1649
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Danke!

Für diesen wunderbaren Beitrag.