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Nach Verbot Doch Kurzauftritt von Identitären-Sprecher Sellner

Identitären-Sprecher Martin Sellner hat Freitagnachmittag doch noch einen kurzen Presseauftritt absolviert. Nachdem das zuvor von ihm gewählte Café zusperrte, um einen Auftritt dort zu verhindern, verlegte er diesen in den nahegelegenen Park.

Identitären-Sprecher Martin Sellner gab am Freitag in Wien ein Statement vor Journalisten ab © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Identitären-Sprecher Martin Sellner hat am Freitagnachmittag doch noch einen kurzen Presseauftritt absolviert. Da das ursprünglich von ihm gewählte Cafe in Währing aufgrund des angekündigten Pressestatements kurzfristig zusperrte, verlegte Sellner das Statement in den nahegelegenen Türkenschanzpark. Umringt von einer Traube aus Journalisten und Polizisten beklagte er die "mediale Vorverurteilung" seiner Person.

Sellner nutzte die Gelegenheit, um sich erneut als Opfer darzustellen und aus dem Manifest des Attentäters zu zitieren. Dieser habe mit seiner Spende an Sellner den Identitären schaden wollen, zeigte er sich überzeugt. Er zitiere das Manifest nicht, um die "kranken Ideen" des Attentäters zu verbreiten, sondern um dessen Strategie zu erklären, versicherte Sellner. Denn der Attentäter habe "gemäßigtere Gruppen" aus dem Weg räumen wollen.

Ergebnis für Hausdurchsuchung kommende Woche

Die "Vorverurteilung" durch die Medien und das "völlig überzogene" Verhalten der Behörden bringe ihn und seine Familie in Gefahr, meinte Sellner. Dem Ergebnis der Hausdurchsuchung, das er für Ende kommender Woche erwartet, sehe er aber gelassen entgegen, betonte er einmal mehr. Er bekräftigte, abgesehen von einem Dankesmail wegen der Spende keinen weiteren Kontakt zum Attentäter gehabt zu haben.

Um auf die seiner Meinung nach ungerechtfertigte Reaktion auf die Spende hinzuweisen, habe er selbst nun 15 Euro an die SPÖ gespendet. Die SPÖ habe zum Attentäter jetzt "eine ähnlich große Verbindung" wie er, meinte Sellner.

Festnahmen in Frankreich

Die französische Polizei hat am Freitag bei einer Protestaktion der rechtsextremen Identitären 19 Menschen festgenommen. Mitglieder der Gruppe "Identitäre Generation" besetzten zunächst mehrere Stunden lang das Dach einer Behörde in Bobigny bei Paris und brüllten ausländerfeindliche Parolen. Auf einem Transparent forderten sie die Streichung staatlicher Hilfsleistungen für Ausländer.

Die IG ist eine Schwesterorganisation der "Identitären Bewegung Österreich" (IBÖ), deren Auflösung die türkis-blaue Bundesregierung derzeit prüfen lässt. Am Donnerstag beklagte sich Sellner auf Twitter darüber, dass ihm eine US-Einreisegenehmigung (ESTA) verweigert worden ist und dankte sarkastisch Vizekanzler FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache dafür, der sich jüngst um Distanz zu den Identitären bemüht, deren "friedlichen Aktionismus" er noch im Jahr 2016 gelobt hatte.

Kommentare (6)

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SoundofThunder
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🤔

Ob der Sellner einen Job hat oder von der Sozialhilfe lebt wäre interessant.

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Civium
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Der stammt

aus gutbürgerlichen Verhältnissen, laut Wiki????

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Amadeus005
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Wieso gehen die Medien hin?

Hätte man den Termin heute ignoriert, oder als Dreizeiler abgehandelt wäre es wohl besser gewesen.

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mobile49
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es ist doch wohl ein großer Unterschied,

ob eine Spende von Sympathisanten kommt oder Geld an ausgwiesene Gegner zu Protestzwecken überwiesen wird.Wer das nicht erkennt............

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klaus.lukas
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Sozialarbeit für Sellner

Genau für so eine Gretzn könnten ich an der Sozialarbeit für 1,5EUR Gefallen finden.

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Planck
15
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Ich erwarte,

dass die SPÖ die Spende einfach rücküberweist.
Dieser wohlstandsverwahrlostze Bengel soll sich gefälligst brausen gehen. Von mir aus mit dem Herpferd *gg

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